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Cycling
April 28, 2008 GMT
Rad wech: chinesischer Drache wird zu französischer Biene

Also, bin ich angekommen in Europa. Paris. Hat mich gleich wunderbar schmerzhaft in die Arme genommen, ordentlich zugedrueckt und mir in wenigen Tagen klar gemacht, dass die Uhren und werweisswassonstnochalles ab jetzt wieder anders ticken.
Die Kaelte und eine Fieberattacke mit anschliessendem 6-stuendigen Krankenhausaufenthalt konnten mir noch nix anhaben, auch wenn die Prozedur der Blutabnahme bei mir ueblicherweise den Verlust des Bewusstseins, dieses Mal aber nur der Gesichtfarbe nach sich zog. Resultat: Sterben muss ich noch nicht, Malariatest negativ. War mir eh klar aber Sandrine, die ich noch aus fruehen Studententagen kenne und deren Couch ich fuer ein paar Tage mein Zuhause nennen durfte, hatte darauf bestanden dass ich mich checken lass. Mit ihrer moralischen und übersetzer-unterstützung und den netten franzoesischen Schwestern und Doktorinnen war das Ganze sogar ganz lustig - auch wenn ich am meisten ueber mich selber und meine Spritzenphobie feixen musste. Das Lachen ist mir aber ein paar Tage spaeter wirklich fast vergangen...



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Pariser Klassiker


... denn obiges Bild bot sich mir auch und zwar noch extremer. Am letzten Abend in Paris traf ich mich nochmal mit Torben und Barbara, die zufaellig auch gerade dieses Wochenende hier waren. Das war natuerlich ein gluecklicher Zufall, denn so konnte ich ihnen meine fast 10kg schwere Motorradkiste mitgeben, die ich ja Aurelie im August in Kirgistan mit auf die Heimreise gegeben hatte. Auf dem Fahrrad haetten die sich im Schweizer Huegelland sicher negativ ausgewirkt... Anyway, wir haben gut gegessen und geratscht und uns um ca. 11 Uhr verabschieded um nach Hause zu gehen. Die beiden verschwanden in der Metro und ich wendete mich meinem Fahrrad zu.
Hehee...Fahrrad!


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Torben und Barbara in einem Kaffee im jüdischen Viertel von Paris


Manchmal parkt man ja sein Fahrzeug nochmal um, kommt zurück zum alten, leeren Parkplatz und erholt sich nach der ersten Schrecksekunde wenn man sich an den aktuellen Standort erinnert. So auch meine Hoffnung im ersten Moment. In der zweiten (Sekunde) war mir aber klar:
Dat Ding is WECH. Grande Merde!!!
Da, wo ich nämlich vor zwei Stunden meinen roten chinesischen Drachenflitzer hingestellt hatte, war nur noch dessen aufgebrochenes Schloss zu finden. Der anschliessende Besuch bei der Polizei fiel denn auch ernuechternd aus. Auf die Frage wo ich denn jetzt ein guenstiges Fahrrad herbekomme meinte die fuer mich zuständige Polizistin ich solle mir doch wieder eins stehlen. Die mit einem Laecheln ausgeteilte Ironie schien mir aber nicht ganz hundertprotzentig. So entging meiner Aufmerksamkeit für die folgenden Tage kaum ein Fahrrad, besonders kein Rotes, und auch nicht die Tatsache, dass eigentlich alles von geringstem Wert mit massiven Buegelschloessern von wahrscheinlich hoeherem Wert gesichert ist.


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Letztes Bild mit dem roten Drachen


Den Versuchungen mir ein neues Fahrrad ohne den Einsatz finanzieller Mittel zu organisieren wiederstehend, kam ich dem ersten Tipp fuer gebrauchte Raeder folgend am naechsten morgen bei den verrückten Schraubern von 'Cyclopede' vorbei. Die hatten zwar nur Rennraeder da, aber ich wollte mir sowieso früher oder später eins zulegen und die Strassen in Europa sind ja auch so gut, dass man ohne Probleme mit den dünnen Reifen fahren kann. (Und zwar um einiges effizienter).
Aber die Raeder bei Cyclopede waren nochmal was ganz Besonderes. Naemlich mit starrer Nabe, fixed gear auf Neudeutsch. D.h. die Dinger haben nur einen Gang, keinen Leerlauf und so kann man durch Entgegenhalten der Pedale die Fahrtgeschwindigkeit verlangsamen, notfalls das Hinterrad auch blokieren. Deswegen sind die Jungs der Meinung man brauche eh KEINE BREMSEN!! und versuchten mich von dem Konzept zu überzeugen. Ich muss zugeben, das Rad ist echt leicht und hat Nullkommanull nicht unbedingt zur Fortbewegung notwendige Teile. Und das Fahrgefühl ist ziemlich geil, vor allem wenn man sich daran gewöhnt hat nie zum Treten aufhoeren zu koennen. Ich bin ja in ganz jungen Jahren mal Bahnrad gefahren, und kannte daher das Konzept und wie man es fährt. Aber dass es mittlerweile in den grossen Staedten der Welt eine Szene gibt, die diese Radraketen mit reduzierter Bremsleistung (das Vorderrad wird ja zur Verzögerung nicht benutzt) durch den krassesten Stadtverkehr (San Francisco, London, LA, Paris, Berlin und wohl auch München) zu jagen, das war mir unbekannt. Aber verrückte Ideen find ich ja von jeher reizvoll und hatte somit schon fast den Erwerb eines solchen Rades erwogen. Abgehalten hat mich schlussendlich die Umständlichkeit mein doch recht schweres Gepäck (jetzt wieder mit Zelt und vor allem 100m Halbseil - gabs grad im Sonderangebot :) auf einem Gang quer durch die Schweiz und die österreichischen Alpen zu bewegen. Und der Preis.
Aber die Jungs waren auf jeden Fall cool drauf und haben mir gut geholfen ein taugliches Fahrrad für Billig zu finden. Sie und einige andere symphatische Pariser die ich bei meiner Suche während der naechsten Tage getroffen hab, haben mich wieder aufgebaut, denn zeitweise war ich schon ziemlich demotiviert.


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Fixed Gear Fahrrad. Bremsen? Fehlanzeige.


Nach zwei weiteren Tagen und Besuchen in unzähligen Radgeschäften war ich dann endlich wieder 'on the road'. Und zwar mit einer nicht unsympathischen Neuen - der recht robuste chinesische Drache (gekauft in Kirgistan, aber 100%ig Made in China) wurde also zur eher grazilen französischen Biene, auf der ich mich pudelwohl fühle. Ist nach meiner italienische Ape auch schon die zweite Biene in meinem Besitz und ein hoffentlich gutes Omen für eins meiner Projekte für diesen Sommer: Hab ich doch in Nepal 3 Wochen lang einem Imker über die Schultern geschaut, und den Entschluss gefasst es diesen Sommer mal mit ein paar Bienenvölkern zu probieren...


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Wohin fährt die gelbe Biene? Immer noch Osten!


Doch bevor es richtig losging wollte ich trotz unwirschem Wetter noch dem weltberühmten Bouldergebiet Fontainbleau, ungefaehr 80km südöstlich von Paris einen Besuch abstatten. Drei Tage lang hab ich mir die Finger an den Sandsteinbloecken langgezogen. Danach war mal wieder die Haut auf den Fingerspitzen extrem dünn, das nasse Wetter wurde kletteruntauglich und ich startete am 20. April 2008, genau ein Jahr nach meinem Start in Rosenheim meine letzte grosse Etappe: Paris-München. Soooo gut hat es sich angefühlt wieder unterwegs zu sein und auf dem neuen Rad Richtung Horizont zu rollen.


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Bouldern mit den Franzosen in Fontainbleau


Bei Regenwetter gings also los, quer durch die sehr sehr ländliche Burgogne. Meistens hab ich in meinen in Paris gekauften 20Euro Zelt übernachtet, welches so ziemlich jede Nacht auf Wasserdichtheit getestet wurde; diese Tests aber 1a bestand. Viele Leute getroffen hab ich in den 5 Tagen bis ich hier in Bern angekommen bin nicht, aber die Ruhe der vernieselten, aber frischgrünen Landschaft hatte trotzdem seinen Reiz. Hab nochmal die Zeit genossen, die in Paris auf einmal schon so hektisch und schnell geworden ist wie für mich schon lang nicht mehr. Eine kurze Zeit verbrachte ich mit Pimelles, der dieselbe Richtung wie ich eingeschlagen hatte. Allerdings war er sehr langsam unterwegs, in der Tat sah er aus als wär er schon da seit es Asphalt gibt. Ich hab also kurz für eine Brotzeit angehalten, etwas getrunken, Foto und dann gings weiter.


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Das Ende jenen Tages wurde dann doch noch mal etwas sozialer. In Quingey hatte der Campingplatz geschlossen, aber eine Frau mit Kinderwagen sprach mit an, hatte schon vermutet, dass ich Deutscher bin, weil kein Franzose im April eine Fahrradtour machen würde. Sie war selber aus Stuttgart, hatte aber einen Franzosen geheiratet und beiden wurde der 1000 Seelen-Ort etwas eng. Sie haben mich also spontan eingeladen und so kam ich zu einer schönen warmen Dusche, einem weichen Bett, eher deutsch anmutendem Abendessen mit ordentlichem Vollkornbrot. Hab mich sehr wohl gefühlt bei den beiden und wir sind noch etwas länger gesessen und haben geratscht.

Endlich kam ich der Schweiz auch näher, was sich in häufigeren und steileren Berg- und Talfahrten zeigte. Es galt das Jura-Gebirge zu überqueren. Schöne Kletterfelsen zeigten sich am Strassenrand, aber es regnete sowieso. In meiner billigen Regenjacke wurde ich von innen genauso nass wie aussen, kurz vor meinem frühen Endpunkt für den Tag hatte ich auch noch eine Reifenpanne. War ganz lustig mit den klammen Fingern.
Kaum in der Schweiz wurde das Wetter aber schön und bei Sonnenschein fuhr ich am Donnerstag zu Cyrille in die Schmidiwäge (WG am Schmiedweg). Ich hatte sie ja in Tonsai kennengelernt und ausgemacht das ich vorbeikommen würde. So hab ich die letzten Tage versucht ein bisschen Schwitzerdütsch zu verstehen. Schwierige Angelegenheit, aber mit bayerischem Vorwissen ein erreichbares Ziel denke ich. Klettern war wir auch ein bisschen in der Halle und gestern draussen im Jura. Es war offensichtlich der erste Schönwettersonntag dieses Jahr denn im Klettergarten gings zua wia am Christkindlmarkt.


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Klettern im Jura am Bubikopf


Jetzt bin ich ja schon ein paar Tage in Bern, es gefällt mir echt gut hier, die Stadt funktioniert gut und ziemlich ruhig und gelassen, so wie man es halt erwartet :). Aber schweizerisch genau nehmens manche Leute schon, vor allem die Busfahrer wie ich mit meine nepalesischen Fahrgewohnheiten bemerken musste.
Ausserdem hab ich noch Kerstin, eine Bekannte aus Würzburg getroffen und mit ihrer australischen Freundin und einem chilenischen Freund ne recht gute Rackletparty gefeiert...


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Kriegerische Zeichen


Morgen soll es weitergehen in die Luzerner Gegend, wo ich gleich zwei Freunde zum Couchsurfen habe. Danach ma kucken und auf jeden Fall und so 99,9%ig wie's bei mir momentan geht am Freitag 9. Mai ins Roncalli, Nymphenburgerstr. 99, zum Rückkehr feiern. Wer auch immer Zeit hat die letzten ein/zwei Tage mit mir zu fahren, der schnappe sein Fahrrad und komme mit der Bahn Richtung Kochel und wir radeln gemeinsam nach München zu Gegrilltem und Bier. Genaueres auf email-Anfrage...

Posted by Andreas Naumann at 10:16 AM GMT
December 17, 2007 GMT
Home Run to Kathmandu

After a long pause here are finally news from the second half of my cycling tour through Tibet. As indicated in the last blog, I left the town of Ali by myself taking a different route than Benni, Mandy and Mirjam who started a day earlier.
As often, I set my objectives of how much to see and how far to go quite high. Usually this is much more than what is achievable in reality and so also this time I pushed myself to the limits. Well, actually beyond them as a result of which I caught a nasty cold that tied me to the bed for quite a while. But this gave me the opportunity to at length contemplate the world and my place in it. And chinese TV :)
However, after recovering I managed to cycle the rest of the way to Kathmandu, not without meeting many, many Tibetans. Overnighting in their huts and tents I felt really lucky being able to experience their lifestyle, humble character and heartfelt hospitality. Together with the grandeur of the vast, beautiful, but incredibly harsh environment I was sometimes moved to tears (or was that because of my saddlesore butt?) and other times broke out in euphoric joy.



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After leaving Ali and thereby crossing the Indus River, the road is paved for the first few hundred kilometers. A blessing to all travellers, this is of course intended to increase accessibility and improve living conditions for the chinese immigrants. Due to the asphalt I had no trouble in ascending the first pass. In fact it felt easy enough that I didnt even take a picture on the top. On the other side I looked down the wide Gar river valley along which the road runs in a southeastern direction, thus slowly approaching the Himalayas. The view to its peaks was still obstructed by another range that I was to cross over several 5000+ meter passes on my way to the 9th century ruins of the Guge Kingdom. On the left side of the road the Kailash range rises higher and higher, but its most famous peak (Ganrinpoche as the Tibetans name it) was still hundreds of kilometers away.
I slept a night in a tea-house in Namru, a small village where the shop didn't even have instant noodles. At 6 in the morning a crowd of merry and beautifully dressed Tibetans on their way to town (Ali) threw us out of bed. They wanted to warm up and eat some Tsampa, my first opportunity to try this tibetan staple food. Not so bad I must say. And gives lots of power, as I noticed going 1000Hm up the next pass.


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Tibetans heading for the city


Unfortunately the sidetrip to the Guge kingdom leads over more than 200km of everworsening tracks crossing half frozen rivers that were sometimes difficult to pass. So the next three days saw me pushing hard over two 5300m passes and a final strech through very sandy terrain. The first evening I had a hard time because I had planned to ride further and hadn't allowed myself enough time to eat and rest. Finally I had to give up and find a wind sheltered spot for the tent. After spending almost an hour in trying to get some water from a small stream that was mostly frozen to the ground I stumbled off the "road" across the steppe to check out a stone wall that I could see in the distance. As I was pushing my bike across the rocky field, I was very surprised to find scattered and mostly broken stones with tibetan inscriptions. Then, just out in the open came a spot with many of them piled up - I couldnt believe it. I thought this find to be very special and spent some time admiring and taking pictures. Later, I found out that these so called Mani Stones are a very common sight around buddhist tempels and Stupas and the inscripted Mantras are a form of prayer. Still the experience of finding them so unexpected added to the feeling of mystery in this land.
Since by now the sun was gone and it was getting cold fast, I shifted my focus to the more vital task of setting up camp, getting warm again and cooking. I noticed being very exhausted and every move was quite an effort and very slow.


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Tricky rivercrossing




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Lost Mani Stones


The next day, the next pass. I took a wrong turn and went up some Jeep tracks that were much steeper than the actual road. I only noticed when I had already climbed 200-300Hm, and didnt want to go back down. So I got off to push the bike. The road got steeper and steeper and I found myself pushing the bike that was heavy as a stone for not more than 10m at a time. Then, for a minute or two I would stop, struggeling not slide down the loose gravel, and then give it a go for another 10m. It was only 500m until I reached the proper road again, but it took me 2h. I couldn't help feeling like


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Sisiphos


„Und weiter sah ich den Sisyphos in gewaltigen Schmerzen: wie er mit beiden Armen einen Felsblock, einen ungeheuren, fortschaffen wollte. Ja, und mit Händen und Füßen stemmend, stieß er den Block hinauf auf einen Hügel. Doch wenn er ihn über die Kuppe werfen wollte, so drehte ihn das Übergewicht zurück: von neuem rollte dann der Block, der schamlose, ins Feld hinunter. Er aber stieß ihn immer wieder zurück, sich anspannend, und es rann der Schweiß ihm von den Gliedern, und der Staub erhob sich über sein Haupt hinaus.“

– Homer: Odyssee 11 –

I didn't even have to trick the gods of the underworld in order to escape this situation. No, just stubborn endurance finally got me back to the road. But I was even more exhausted than on the previous pass as this picture gives an indication of.


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Ayi La, 5350m


The rest of the way was less difficult since Zadah is at an altitude of 3600m and therefore the way was mostly downhill or straight from now on. But my head started to give me pain and I felt a fever coming. After a night in an abandoned stone house I had some trouble getting my bones in order and out of the sleeping bag. The remaining 40km took me 6h hours through fantastic scenery, which at times I couldn't appreciate because of the road being so bad and my cold developing rapidly.


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Eroded landscape near Zhada


In Zhada I spent a few days recovering, which really I didn't. My "hotelroom" had no heating (we started calling them fridge, but it's actually a freezer) and I spent the time under thick blankets watching CCTV9, the english-speaking channel in China. Having no power to move was quite tough for me, especially having nobody to talk to. So after 8 month travelling I slowly started thinking it might be time to go home soon. Being with friends and family, climb the mountains in the bavarian alps and maybe settle down a bit.
WHAT, SETTLE DOWN? -> Yeah, I still had a fever :-)
Anyway, I developed some exciting ideas of how to go on with real life. Getting more into mountaineering (possibly even into guiding), finding a job which really suits me and doesnt just drain my energy, learning more russian and returning to Kirgistan next year, hopefully organizing a small climbing/mountaineering expedition.


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Combined Laundry Drying and Heating



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Mani Stones in front of the Stupa in Zhada


However weak, I still managed to stroll around the local monastery and even up the hills behind the town to explore some ruins. A very peaceful feeling overcame me sitting there and watching as the sun set over the huge valley. I found a small Stupa of which the side walls were broken, so I could have a look inside. It was dark, but I saw a bunch of stones with a very regular round shape on the ground and reached in to have a look at them. I turned out that there were beautiful carvings of Boddhisatvas and dieties on them and I was quite puzzled at the fact that they were still there, very vulnerable to people taking them as a souvenir. I guess there just aren't many tourists around here and if, they are usually part of an organized tour (because independent travel is so difficult) and they just dont walk up any hill to some minor ruins.
I made my way back to bed and watched some more TV where I learned in a documentary about the rich Tibetan culture (no word of the chinese destruction) and how good the preparations for the olympics are going.


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Fine carved Stones inside a ruined Stupa


I decided that in my state it's better to avoid cycling another 230km with many high passes to get me back to the main highway. So my option was either a bus that maybe runs once a week or finding somebody else who gives me a lift. Before leaving I really wanted to see what I came for, which meant somehow making another 20km to the actual site of the Guge kingdom ruins. I couldn't find anybody to drive me there, so I very slowly cycled it. When I arrived I was so beaten, that I almost couldn't follow the caretaker of the place, who showed me around the various tempels. Around 3pm, after only one hour at the site, I had to start going back. Fortunately after about 5km (one hour) there came a small pickup truck, the only vehicle I saw on that day. We threw the bike beside the cow that was tied up in the back and drove back to Zadah, listening to a tape of chinese Techno Music.


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Guge Kingdom




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Murals of dieties in buddhist Tempel


On the next day, the promised bus to Ali never arrived, nor could anybody tell me if it would some time in the near future. So I had to get out and find a car back to the main road myself. Somehow I managed to meet a beautiful tibetan girl who spoke quite good english and helped me in finding a lift. She was the first person in one week I could properly communicate with, so I didn't even want to leave anymore. But she had made out a jeep with a chinese advertisement of a travel agency on it, which meant there had to be some tourists around. Sure enough we found three Israelis who were on their way to Mount Kailash and I could convince them to take me with them. It took another hour of a heated debate between them and their very uncooperative driver, numerous phone calls and finally 200Yuan from me (~20 Euros) until the issue was settled and I dismantled my bike to somehow fit it into the Jeep. The Israelis were very upset because they had hired the car including the driver for a whopping 1000$ for 5 days and still didnt have control over it. That just shows how difficult independent travel is in West-Tibet, especcially off-season. I later learned, that after 2 days the driver just left them at the Chui-monastery and drove in the Jeep back to Ali. Fortunately the agency sent them somebodyelse...

Anyway, after about 5 hours driving, just as the sun set, we reached the touristic village of Darchen on the foot of famous Mt. Kailash. The Israelis indulged in their national sport of haggling to get the cheapest room and we retired in just another tibetan "fridge". They left the next morning for their hasty sightseeing, but I prescribed myself another rest-day and looked around for a room with an oven. While doing that I bumped into Mirjam and promply moved to their guesthouse, where also Benni and Mandy were assembled, as well as the gear of the two french cyclist who at the moment were on their Kora around Mt. Kailash.


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Hitching a ride with the Israelis




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View of Himalayas on the way to Darchen


I was still suffering from my cold and so it was very nice to have some people around that I could talk to, even in German. The three of them had already completed their 2-3 day walk around Kailash and were very busy with checking their travel itinery. That got me thinking, because so far I had not been too worried if the time left on my visa was enough to get to the boarder in time, but there were only 16 days left for recovering from my cold, hiking the Kora and the remaining 800km of hardcore cycling. Plus I had just experienced how difficult it might be to hitchhike and overstaying the chinese visa doesn't come cheap: 50$ per day!
So I decided to slowly start my Kora the next day. If I wouldn't feel good I could just stay in the first monastery, which was only a few hours walking away.


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Tarboche flagpole and view of Mt. Kailash in the Lha-chu valley


The first day was okay though, because the path was only very gently climbing through the valley to the west towards the Dira-Puk Monastery on the northern side of the mountain. During this, many different faces of the Kailash can be seen. First the famous snow dome from the south, later impressive rock walls (that made me want to climb, but even Reinhold Messner abandonded his attempt in the 80's due to the mountains religious significance) and in the end the dark north face as I was standing outside the monastery, watching the moon rise.
I was the only guest for the night and enjoyed the simple but tasty food prepared by the cook and the joyful laughter of the junior monks who queried each other about what I assume were bhuddist rhymes or prayers (mantras?). These guys had a blast and even the cook sometimes broke out in loud laughter. To me they mysteriously seemed absolutely contempt and happy in their remote outpost up here, so far away from civilization.


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Cook of Dira-puk Monastery


On the next day, I left the valley that was now going north, up to the source of the Indus river, and continued steep up to the Drolma La Pass (5630m). Besides the Indus three more major rivers (Karnali->Ganges, Sutley and Brahmaputra) of the indian subcontinent have their origin right here around Mt. Kailash. While walking I was comparing the lifeless frozen creeks to my feet with pictures of thousands of Hindu pilgrims bathing in muddy waters that I had seen in some TV documentation. In a few month I would be there, in crazy India and see it for myself - what a contrast!


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Left clothes at the Shiva-tsal area, 5330m


Anyway, the walk up to the pass showed me my limits! After five minutes I developed a cough that just wouldn't stop and made me puke at one time. My legs had good strength, but due to my affected lungs I had to go unbelievably slow in order to keep my breathing down. On the way I passed a place called 'Shiva-tsal', where pilgrims are supposed to part from their old live and start a new one by leaving a sybolic piece of clothing. I didn't fancy taking my shirt of as it was bloody cold and btw, I didn't meet a single pilgrim, they all go in the summer! However, when I finally reached the pass, I saw an empty pack of cigarettes lying on the path. I stopped to rest and take the view in, the prayer flags, the stones and the snow, the vistas to either side of the pass, the shirts, shoes and hats left by thousands of pilgrims and ... the empty pack of cigarettes again. Somehow it was telling me something. Somehow it said 'Andi, there are no more cigarettes. The cigarettes are gone. You can't smoke them nomore'. Additionally, true insight only comes from suffering and I had just felt how crap you feel if your lungs aren't working properly.
I have never been a regular smoker, but occasionally, and at times on every occasion, I do smoke and maybe it's time to break with that stupid habit. Maybe that's the transformation that I'm supposed to undergo. I won't leave my shirt or shoes, but I should just ditch the habit of smoking. So I decided, no more cigarettes! As I'm writing, this is almost two month ago and except on one single occasion I havn't even felt the need to smoke. So I didn't. Funny ey?


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Leave your old life, start a new one!


Now it was a long way down and along the east, the crystal side of Kailash. I got tired, stopped for a 'tsampa break' every now then and couldnt make my way back to Darchen before dark. At dusk I reached the Zutul-Puk Monastery, where there was only one very old monk. He gave me cold room, a thermos with hot water and some instant noodles. I ate them eagerly before I fell asleep in just another "fridge".
On the walk out I made a slight detour up one of the last hills to get a good view of the wide valley between the Kailash range and the Himalays to the south. Spread out in front of me were frozen rivers, the Lakes Manasarovar and Langngag behind which the huge Gurla Mandata (7728m) rose as part of the Himalayas, which were stretched out on the horizon from the Nepali boarder to the east all the way to the Indian part in the west. Absolutely amazing!!!


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View of Gurla Mandata and Lake Langngag


Half a day walk and another rest day later I recovered enough to hit the road again. The remaining time in Tibet was now down to 12 days, which meant I would have to cover about 65km a day in order to avoid problems. Given that so far on average I did about 50km meant stepping it up a notch - not a very promising way to success as I still hadn't recovered from the last time I tried pushing it. So from the start I tried to stop every vehicle that came past, but 95% of them didn't even stop. There's not a whole lot of chance left if you only see 20-30 cars in a day. After 2-3 days I got so fed up with the Chinese in their Landrovers soaring past, that I gave up on it. But also the tibetan trucks either didn't go very far or were absolutely full, so they just left me in a cloud of dust. So I would have to do what I could to cycle the bit.
Day 1 was still devoted to recovering from the cold and I did only 50km on a "good" road to Horqu. I left after a short night (after 2 Lhasa beer I just couln't sleep) with no trouble. Mirjam, Mandy and Benni told me later their experience in the town of how the situation got out of control after they haggled with and then fotographed the people in a chinese restaurant. Involved were pepperspray, stones an a huge butcher knife and nobody really knows why the situation calmed down and didn't end in bloodshed (more here). Mandy apparently was lying defenceless on the ground being kicked at! Luckily they suffered no big injuries, but so much to the statement in my last post, that travelling in china is so safe...


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Kuschelyak


The following days I got into a good routine. Early start; tsampa rest just before noon; a few hours more fighting until lunch, usually 2-3packs instant noodles and then keep going until the day runs out. This way I went 60-100km a day, largely depending on road conditions and wind. At times I was quite worn out, especially the constant bumbing from the road got to me. However, because I went greater distances I mostly reached some settlement at night where I could relax around a fireplace, eat enough food and sleep in a warm bed and this way recovered quite well from the days exertion. This way I also met some amazing people in whose houses I stayed or just cooked my lunch. Usually the whole family would gather around me and gaze at me for hours, following every move I make and giggle about the way I eat or just do anything. I always felt genuinly welcome and despite verbal communication being almost non-existent, I felt as if I became part of the family over night. They just wouldn't let me leave in the morning.


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Despite spending 90% of the time in the saddle every day was different. Lakes, passes, sanddunes, views of the himalayas, Yarlung Tsangpo (Brahmaputra) river valley, yaks, horses, sheep and goats, broken motorcycles, tibetan homes with the distinct smell of yak-shit powered ovens, waterless sandy plains, a 1km stretch of tar with a modern petrol station on it, encounters with herders, drunken tractor drivers, a japanese cyclist with broken wheel and bleeding nose and finally after a long, long 90+km day the town of Saga, which marked my end of the Tibet-Xingyang Highway at km 1845 because I would branch off to take a shortcut south towards the chinese/nepali boarder instead of going straight east to Lhasa.


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Almost blind man with prayer wheel. Typical little shrine in the backgroud.



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Kids of a host family




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My temporary mom


In Saga I again met Mirjam and the rest of the cycling crew. The frame of Benni and Mandy broke and I don't know how they did it, but 5 minutes after it happened they managed to get a lift with some trucks. They had spent some time in Saga getting it fixed and it seemed to be good work. I had planned a rest day, but everyone was leaving the next day and consequently so was I. But not before enjoying the main attraction of Saga: Public Showers! My last hot one was about 2 weeks back already...


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Tsampa Ingredients: Tsampa, Yak-Butter, hot water




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Tsampa Preparation: Mix and Eat. Mmmmmh




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Yes, I work with electricity



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Dunes near Paryang




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Traditional travellers. Background Yarlung Tsangpo (Brahmaputra)




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Tibetan freezer


So our group of four (the french ladies decided to stay a little longer) set off at noon. We took it pretty easy and got benighted on the second of two rather steep passes. Mandy and Benni where a little behind and apparently ran out of power because we could watch them from the pass pulling of the road and pitching their tent. We waved goodbye to the two small figures far below us and hurried down the other side to find a sheltered spot for our tent. I asked Mirjam "old system?" and she nodded, while we were grinning at each other. I guess I have forgiven her.
We put up the tent in no time, arrange mattress, sleeping bag and gear the way we were used to from the many nights camping between Kashgar and Ali. There's something deeply satisfying in this routine. Everyday you touch almost all of the belongings you carry. You unpack and repack it, take care it stays in good shape or repair it if necessary. You get very attached to your gear, because everyday it ensures your basic needs are satisfied. Food and Water and a warm place to sleep just whereever you stop. Whenever a piece of kit fails it means ALARM! So you LOVE the gear that has proven itself to work reliably, no matter how dirty and fucked up it looks by now.
Everything went smooth and I was really pleased when Mirjam took the initiative cooking dinner. Even in the morning she started boiling water for the porridge. I added some apples and organges that I had protected from the freezing night by keeping them in a tupper box inside my sleeping bag and we enjoyed a good, healthy breakfast.


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Fixing a flat




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End of G219


We hit the road together, but I had two days less on my visa than Mirjam so I had the urge, but also the power to run. We said goodbye until Kathmandu and I kept the power going, going. Going for hours pushing just at my limit. I was healthy, I was strong and it felt so good, so damn goood putting all that energy out. After a few hours short tsampa stop at a house outside which two old tibetans sat spinning yak wool to yarn; lots of Buttertea and then back in the saddle; going up, up. Up just another pass, over it and down, no mercy for the bike, racing down a narrow valley, that slowly widened. Widened to give a view over a lake so close and huge, after it a plain so endless, just in the south boardered by some big ass white mountains. Among some others that is Shishapangma, the only 8000m peak entirely in Tibet and the first 8000m peak I see in my life! Whoooohoooo - so geil.. I scream because I'm so excited and keep going down, down. Down until I hit the bottom, get used to the view, have to go straight again or slightly up against a cold and strong sideways wind. The going gets tough and THE energy is gone - it stayed on that pass, I left it there, mybe it still hangs around over there and helps Mirjam who no doubt is making her way up right now.

I may have said it before - when cycling the travel gets just so much more intense. Both physical and emotional. The highs are higher, but the lows are lower also. And the intervals between high and low are much shorter, it's a rollercoaster of up and down. I like to believe, that because of that I get better in dealing with the lows.
In that very moment, when all I can see is sand, corrugation and stones until the horizon, when it seems I make no progress and have to go on indefinitely, I still know that it only seems like that. In reality everthing will pass. That's what Buddhism teaches and it's easy to believe. Actually I don't need to believe it, no I know it, because I experience it everyday. Just in that moment when going is tough it helps a lot to realize the temporary nature of things and feelings and whatever else.
But knowing that sometimes even evokes contrary feelings in me. When things are bad, inwardly I laugh about it as if it were past already; when things are good I dread the future, because inevitably the high times will go away too. Doesn't sound like a good deal huh? Less trouble with the hard times, but no enjoyment of good times. So living in the future is just as bad as living in the past.
But for some funny reason in Tibet everything worked out. I deeply appreciated the high times, realizing in that very moment that I will have fun with the memory for years to come. No fear of what is about to come, just the positive knowledge that things will keep going up and down and kind of a curiosity of how they will go up and down...

Ok, that was my 5 minutes philosophy for the day. I go on with the story now.


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Morning in ther herder's tent


The night came. Of course I knew it for some time, but kept going in the hope of finding some house to stay in. A night in the tent was always harder on my body because the cold just sucks up engery. I could see far, there was no river in sight, everything was dry on this plain, nobody would build a house here. And by the progress I was making it was clear that the landscape wouldn't change and there was nowhere to be reached. I was gonna give up and pitch the tent when I noticed some black dots in a distance. They were moving slow, which meant they're probably yaks. And where there're yaks there're people. And where there're people there must be some kind of dwelling.
That's exactly what I found. "Some kind of dwelling". The herders had cleared off stones in an area (not the droppings of their animals) and erected sort of a tent. It was constructed from two thin and holey canvas, streched over two poles, leaving a big opening in the top for the smoke to exit. It looked like a tent, but really, when they stopped burning yak-shit in the oven it was as cold as outside. At the same time the glowing remains filled the tent with so much smoke I thought I'd suffocate. I found a piece of clothes mad from yak skin, therefore plenty warm, and put it over me and the sleeping bag. That held me reasonably warm at night and I awoke the next morning to Buttertea being served in huge quantities. The herders had found some dirty ice somewhere and kept melting and boiling it. When I put my sleeping bag together I saw that I had literally slept in goat shit, which doesn't matter much, because freeze-dried the stuff doesn't stink and doesn't stick.


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After fighting through the plain until late afternoon, the 3 day long shortcut was eventually finished. I had reached the friendship highway which connects Lhasa and Kathmandu - in fact it is the only trade route crossing the himalayas. The ascend to the two main passes, Lalung La and Tong La, both about 5000m, starts exactly at the junction. There were about 2h of daylight left to climb 500Hm and descend into the ditch between the passes, where a road repair station promised shelter for the night. 'Should be possible' I thought, but first I had to stop in a lonely house near the junction to get some food - the good old instant noodles. Now it was a close call, but the prospect of seeing the range of Rolwaling and Khumbu Himal at sunset draw me up the pass.
I gave measured power, so as not to end up exhausted half way up. Over 11km I allowed myself three rest stops and everytime put more clothes on, eventually everything I had, including the down jacket. The wind blew icy and strong straight into my face. Up on the pass I caught a glimpse of the last sunlight on what I told myself must be Cho Oyu, but it might have been any other of the seven- and eightthousand meter peaks of the region. Deep inside me a very special feeling of calm and satisfied jubilation developed, just like the one I had when finally reaching Ayers Rock after long, long travels around Australia. But I'm sure nothing of it was to be seen on the outside because the temperature had dropped considerably since the sun was gone from this spot almost an hour ago, not to mention the windchill factor. When I took the damp bandanna off my face it froze in a matter of a few seconds. No exaggeration! I had to get down from there quick, otherwise my health was seriously at risk.
Down and out was the motto as I came to rest in some wrecked building of the road repair station. With me were two Tibetans that called the place there home. They even heated up the oven. Well, the yak-dung they threw in wouldn't keep burning, so every 5 minutes one of them poured a good dose of Terpentin in and - WOOOFF - lit it with big grins. Anyway, the warmth brought my feet back to life, so I won't complain. Good sleep too.


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no comment


I was looking forward to the worlds longest downhill section starting after the last 7km ascent to the Tong La pass. From there the road would plunge from 5055m down to 740m in Nepal. But erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!
After enjoying the even better views than the evening before, an initial steep descent soon eased into almost level terrain. With a storm approaching from the south this still meant ardous labour to cover 56km to Nyalam, which I reached in light snowfall long after night had fallen. Luckily now on 3700m the night temperatures were in a pleasent single-digit range - still negativ though. Nonetheless, spring was in the air. I could feel it, but never would I have guessed what an unbelievable transition I was about to undergo.


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View over Rolwaling and Khumbu Himal from Tong La Pass. First signs of the approching storm


Now it was really downhill time - the road from Nyalam wind itself 2000Hm in 40km of endless serpentines down to the nepalese boarder town Kodari. I think the number of sensations cannot be truly appreciated in a closed vehicle, but on a bicycle it was absolutely overwhelming. The arctic winter of the barren high desert gave way to an eventually subtropical landscape with warm springtime temperatures in a matter of just a few hours. After having not seen any green at all for the last 6 weeks I almost couldn't believe there were such things as trees. Along the steep walls of the narrow gorge more and more vegetation developed resulting in a lush green as the predominant colour. Banana palm trees on the side of the road, birds chirping and the sweet smell of unknown exotic flowers unfolded in a mild air which wunderfully stroked the skin of my face. It's getting hot, I stop again and again to strip layer after layer. I notice girls having done the same :). Gone are the inch-thick, curve covering clothes of the north. I'm unfreezing; the wonderful warmth of the sun reaches my core; body and mind feel liberated; life is starting a new cycle. Woooooow!


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Descending into Nepal


As I'm racing down the first icy, then muddy and later dry again road my brakes have less and less grip. Just after the boarder I stop, get out the tools and adjust the rapidly worn brake pads. Motorcycles are buzzing up and down the track. I have to get used to traffic and an amount of people on the street like I last saw in the bazars of Kashgar. The wheatherbeaten, mongolian type faces of Tibet disappear almost altogether and give way to the soft, slightly dark skin with even darker eyes typical to the people of the indian subcontinent. The widespread appearance of colourful and hippielike painted "Tata" trucks further mark the geographical and cultural proximity to India. But what really strikes me is the realization that the complete hill on the other side of the gorge is covered in little plateau-fields, a picture I associate with Thailand or Vietnam - I have made it to southeast asia on not more than two wheels. Bloody !@#$ing hell I'm proud!


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I thought 'What a nice welcome, I like this country!' about the general honking and waving of people in any vehicle coming my way. After a while I realized that just anybody honks most of the time and after another while it dawned on me that they do honk more when they see me. Not because I'm such a pretty sight, but because I'm driving on the WRONG SIDE OF THE ROAD! It's left-hand traffic in Nepal ... ooops.
So a bit more careful I made my way to Barabhise, the first town after the boarder and at 870m sealevel a really pleasant place to stay. It's absolutely free of tourists, but by chance I met the american dudes Chris and Erik who are trying to set up their own little NGO (non government organization) to help clean up this lovely, but immensely littered little town. The nickname for their organization was to be "The Incorruptables" and hints at the big problem of this poor, poor country. It's a sad fact that, despite huge amounts of money being poured into thousands and thousands of NGO's little progress seems to happen.


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Hanging out with new friends in Barabhise



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Garbage bin project


They convinced me to stay in their appartment for a few days in exchange for helping them with their first "Garbage collection" project. I loved the time and it was a good intermediate step on my way from lonely Tibet to overcrowded Kathmandu. Besides, Chris and Erik had come from Tibet themselves, after teaching English in China for a while. Crazy enough, they had bought motorcycles somewhere before Lhasa and managed to get them out of China and into Nepal. One of them was broken and currently not used which of course immediately raised my interest. Wouldn't it be cool to have a look around the country on a motorized two-wheeler for a while?
My proposal of fixing in exchange for borrowing it free of charge was welcome and accepted, so here I go. I set off for some easy riding on the 9th of December and havn't gotten around doing much else than chasing Fruehlingsgefuehle since :)


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Un- or maybe fortunately, I'm still at it. All well. Cheers, Andi.

Posted by Andreas Naumann at 11:46 AM GMT
November 06, 2007 GMT
Geschichten aus tausendundeinem Kilometer

Ein tibetisches SERVUS beinand an alle daheim und in der sonstigen Weltgeschichte! Wir sind in Ali, der einzigsten "Stadt" im Westen Tibets, die diesen Namen verdient. Der Weg hierher war lang, kalt, steil, schwer und unglaublich erlebnisreich. Fuer ca. 1000km haben wir 3 Wochen gebraucht und ich hab soviele Fotos zu zeigen und Geschichten zu erzaehlen, dass ich nicht weiss wo ich anfangen soll.


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Ich werds trotzdem versuchen und wem die Geschichten ueber

- Baumwollbaellchen in der endlosen Taklamakan-Wueste
- die Ueberquerung des Kunlun Shan Gebirges
- das Zusammenlebens auf 2 Quadratmeter Zelt-WG
- eine gescheiterten K2 Erkundung
- surrealen naechtlichen Mondfahrten auf ueber 5000m
- fast zerstoerter Fahrraeder
- grenzenlose Weite zwischen Bergen, Steppe, knochenhart gefrorenen Fluessen und kristallklaren Seen
- Alkohol-, Benzin- und sonstigen Kocherproblemen
- den ersten tibetischen Buttertee
- urige Tibeter und freundliche Kinder
- schlechte, schlechtere und schlächteste Strassen
- und Schokoladenoasen in der westtibetischen Hochebene

nicht interessieren, der schaue sich einfach nur die Bilder und Videos an und schreibe mir dann eine euphorische email (anaum[at]gmx.de) damit ich mal wieder weiss, dass die endlosen Stunden im verrauchten Internetcafe neben roechelnd-spuckenden Chinesen nicht reiner Selbstzweck sind.

Fuer alle, denen die Lage und Topography von Westtibet im Geographieunterricht nicht ausreichend nahe gebracht worden ist, hier ein Kartenausschnitt unserer Route.


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Kashgar nach Kathmandu


Von Kashgar, der Hauptstadt der riesigen Xingjang Provinz im Westen Chinas, geht es die ersten 300km am Rand der Taklamakanwueste bis an den Fuss der gewaltigen Kunlun Shan Gebirges, das sich 3000km am Nordrand des tibetischen Plateaus entlangzieht.
Zwecks Ausruestungsbeschaffung (neue Daunenjacke, zweiter Schlafsack, Schafwoll-gefuetterte Schuhe der chinesischen Armee..., zusaetzliche Packtaschen am Vorderrad) haben wir schon mehr Zeit in Kashgar verbummelt als es die Planung eigentlich erlaubt. So haelt uns auch eine ausgewachsene Grippe nicht davon ab langsam loszufahren, schliesslich sind die ersten Etappen ja flach und das Wetter warm. Der Verkehr war anfangs allerdings beachtlich - das dauernde Gehupe und die schlechte Luft schwaechen uns und so schaffen wir kaum mehr als 60-70km pro Tag.


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Baumfaellarbeiten suedlich von Kashgar




Ritsche Ratsche


Die Strasse durch uyghurische Doerfer und Baumwollfelder ist anfangs noch von Baeumen gesaeumt. In einer Gegend ist allerdings die ganze Landbevoelkerung damit beschaeftigt diese zu faellen. Warum koennen wir nicht rausfinden, ich vermute allerdings irgendeine obskure chinesische Politik dahinter. Die urspruengliche Bevoelkerung der Uyghuren wird aehnlich wie die Tibeter von der chinesischen Regierung unterdrueckt. Man liest von groebsten Menschenrechtsverletzungen. Die Politik massiver Han-chinesische Einwanderung und Verdraengung der Uyghuren ist hier, zumindest in den Staedten, schon wesentlich weiter fortgeschritten als in Tibet. Obwohl, auch Lhasa, die Hauptstadt Tibets, ist mittlerweile auf den ersten Blick kompett chinesisch! (guter Artikel dazu hier)
Es ist schon ein komisches Gefuehl in so einem Land zu reisen. Zwar braucht man sich krimineller Uebergriffe wegen fast keine Gedanken zu machen, denn China ist eines der "sichersten" Laender der Welt. Allerdings fallen die Internetrecherchen schwer, da viele Websites gesperrt sind (z.B. wikipedia) und man bekommt irgendwie das Gefuehl "Big Brother is watching you".

"Ich bewerf dich mit Wattebaellchen bis du blutest"

Nach und nach weichen die Alleenstrassen einem eintoenigen Asphaltband durch eine absolut trockene Sand/Steinwueste. Die Abstaende der Doerfer vergroessert sich auf 30-40km und als wir einmal vergessen rechtzeitig Wasser aufzufuellen heisst es fuer einen halben Tag DURST. Hin und wieder sehen wir Leute am Strassenrand, die die von Lastwagen gefallenen Baumwollbaellchen aufsammeln. Ganz allein, mitten in der Wueste, ohne Proviant!
Zum Glueck waren die aber alle freundlich und warfen nicht wie die Kinder in Kirgistan mit ihrem Sammelgut um sich. Das haette schmerzhaft werden koennen :)


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In der Taklamakan


Die Wahl des Nachtlagers ist Anfangs etwas kritisch, da Mirjam aufgrund eines traumatischen Erlebnisses in Iran auf Zelten in der Wildnis nicht gut zu sprechen ist. Fuer mich ist aber gerade das Campen in freier Natur unter wunderschoenen Sternenhimmel und die Ruhe abseits der immer neugierigen und mit der Zeit nervigen Dorfbevoelkerung eine der schoensten Erfahrungen. Aber so heisst es erst mal Ruecksicht nehmen und wir uebernachten die erste Zeit in Haeusern von Dorfbewohnern oder Hotels in kleineren Staedten. So schlecht ist das aber auch nicht, schliesslich ist es aeusserst interessant die teils wunderschoenen Haeuser von Innen und die Lebensweise der Uyguren aus der Naehe zu sehen.

In Yarkand, nach 200km, hat sich bei Mirjam die Grippe zu einer fiesen Mandelentzuendung entwickelt und wir muessen wohl oder uebel etwas pausieren.
Nach zwei Tagen geht es locker 50km weiter nach Yecheng, der letzten Stadt vor dem grossen Anstieg. Noch einmal ueberpruefen wir unseren Vorraete. Beide haben wir jeweils zwei Packtaschen nur fuer Proviant reserviert. 2kg Haferflocken, 1,5kg Reis, 1kg Pasta, Milchpulver, Honig, Nutella-Ersatz, 1kg Schokolade, 2kg Studentenfutter, Dosenfisch und Fleisch und komisch chinesisches Fertiggemuese (Wuerg!) sorgen zunaechst nur fuer erhoehte Rollreibung.
Aber langsam wandelt sich die Gegend. Immer noch staubtrocken, werden die umliegenden Huegel immer hoeher und langsam gehts aufwaerts. Und die 45-50kg von Fahrrad und Gepaeck machen sich bemerkbar - es geht immer langsamer. Waehrend der naechsten 4 Tage ueberqueren wir das Kunlun Shan, selten schaffen wir mehr als 50km pro Tag.


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Rast am ersten Pass (Kudie La, 3150m)


Die Asphaltstrasse endet irgendwann, ab jetzt heisst es Schotter, aber trotzdem ist der erste Pass ist mit 3150m noch vergleichsweise harmlos. Oben machen wir Rast, geniessen die Aussicht auf die Schneegipfel in der Ferne. Da muessen wir drueber!!! Aber erstmal gibt es eine saugeile Abfahrt, wieder runter auf 2400m. Der naechste Anstieg ist anspruchsvoller! Zwecks Akklimatisierung und Mirjams anhaltenden Hustens nehmen wir uns 2,5 Tage Zeit bis zum beruehmt beruechtigten Charigsaldi La Pass. Denn "Hat man ersteinmal den ersten großen Xinjiang Paß hinter sich, dann führt ein Hirn- oder Lungenödem unausweichlich zum Tod, da ein schneller Transport in geringere Höhen unmöglich ist!" (www.woife.org)


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Ungefaehr so kalt... (Foto: M.Wouters)


Unsere Zelt-WG

Die letzte Nacht vor der Ueberquerung des Passes verbringen wir auf ca. 4200m. Die Temperaturen hier sind nicht mehr ganz so sommerlich wie unten in der Taklamakan. Nur tagsueber ist Wasserholen am Fluss moeglich, in der Nacht und am Morgen ist der Aggregatzustand des H2O fest und somit fuer den Transfer in Kochtoepfe oder Flaschen ungeeignet...
Den Nachmittag/Abend verbringe ich damit Essen und Wasser zu kochen. Mirjam schlaeft ein bisschen - die letzten Naechte waren unruhig (rein hoehenbedingt natuerlich :-)). Endlich bin auch ich einmal Nutznieser unseres Zusammenschlusses: Mirjams Zelt ist naemlich im Gegensatz zu meinem fuer Kaelte und Wind geeignet (allerdings ist das 3,5kg Ding zusammen mit meinem 2kg Sommerzelt auf meinem Gepaecktraeger gelandet :( ). Die Nacht ist aber lauschig warm in meinem Schlafsack - ich hab noch nicht mal meine extra dicke Unterwaesche an. Nur die Laenge des Zeltes ist, aehem, nicht gerade auf meine Anatomie zugeschnitten. Entweder stoss ich unten mit den Fuessen an und die werden kalt, oder aber ich press meinen Kopf gegen das obere Ende. Mit dem Resultat, dass sich die Eisschicht vom Innenzelt auf meiner Muetze sammelt. Das ist gerade noch tolerierbar. Dazu kommt, dass die Breite so gering ist, das sich unsere Isomatten auf der unteren Haelfte ueberlappen. Zusammen mit Mirjams Schlafgewohnheiten (Foetusstellung!) sorgt das fuer die Notwendigkeit des Synchron-Drehens. In dieser Disziplin waren wir anfangs noch ungeuebt, was wohl auch fuer verringertes Schlafvolumen gesorgt hat. Mittlerweile hat sich unser Koennen aber verbessert, so dass sich ausser gelegentlichen klaustrophobischen Anfaellen meinerseits nichts mehr gegen eine ausgewogene Nachtruhe stellt.


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Moin moin!


Am Morgen finden ich raus, das unsere Thermosflaschen chinesischer Herkunft auch typisch chinesische Qualitaet haben - das Wasser darin ist wieder eiskalt... aber wenigsten nicht zum Block geforen wie das in den Plastikflaschen im Vorzelt. Da die Zeit zum Fruehstuecken und Packen 2h immer noch nicht unterschreitet starte ich mit Hilfe des Handy-Weckers um 6Uhr (dunkel) Wasser zu kochen. Wir muessen zeitig los, schliesslich solls heute auf fast 5000m raufgehen.
Die Nachtruhe ist deswegen noch nicht ganz beendet, denn unsere WG verfuegt ueber einen praktischen Durchgriff vom Schlafbereich (ca. 2 m2) zur Kueche (Vorzelt), sodass nur der Oberkoerper und die Arme die wohlige Schlafsackwaerme verlassen muessen. Nach Starten des Kochers wird also nochmal ne Viertelstunde geschlummert. Blubbert das Wasser dann endlich (dauert erheblich laenger in der Kaelte) begeben wir uns zum Fruehstueck in den Essbereich (welcher bequemerweise identisch ist mit Schlaf- und Wohnbereich) und versuchen eine nicht zu grosse Sauerei beim Essen aus dem gemeinsamen Topf zu machen.
In normalen WGs ist die Privatsphaere ja relativ gering, bei unserer ist sie gleich Null. Wir sind aber beide sehr tolerant in Sachen Geraeusch und Geruchsbelaestigung (was ich Mirjam extrem hoch anrechnen muss!) und entsprechend respektvoll im Umgang mit dem fehlenden Sichtschutz. Es ist schon komisch wie schnell man sich an einen komplett fremden Menschen gewoehnen kann, aber ich denke mal wir sind beide von unserer Zeit in Laendern mit geringer persoenlicher Distanz einiges gewohnt.


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Serpentinen zum Charigsaldi La


Radln ueberm Mont Blanc

Nun aber los. Wie ueblich bin ich ein bissl schneller als Mirjam. 23km sind es bis zur Passhoehe, bei der Haelfte mach ich Pause und schmeiss den Holzkocher an um noch ein bissl mehr Tee zu machen. Auf 4500m Hoehe zeigen sich aber seine Grenzen. Da die Luft hier wesentlich duenner ist (was auch uns sauber zum Schnaufen bringt) zieht er nicht mehr so gut und das Holz verbrennt langsam und die Flamme verloescht oft. Wir haben aber einen schoenen Platz, windgeschuetzt in einer verlassenen Station der "Strassenmeisterei". Ausgehruht gehts weiter, aber schon nach ein paar Tritten brennen die Muskeln und man kommt mit Luftholen nicht mehr hinterher. Im Schneckentempo krauchen wir die Serpentinen rauf. Noch 5km. vier, dreei, zwaaaeeeiiii, uuund .... der letzte will und will nicht enden. Die Sonne hat sich hinter Wolken verkrochen, ein kalter Wind kommt auf. Meine Finger und Zehen sind sehr kalt. Ich muss nochmal anhalten. Such meine Jacke raus und die Faeustlinge. Gegen die Eisfuesse kann ich jetzt erstmal nix machen.
Aber. Noch ein bissl treten und ... ich bin oben. Charigsaldi La, 4993m! Nach 5 Minuten ausruhen muss ich sagen. War eigentlich gar nicht so schwer. Nach Besteigung des Kazbeg (5047m) war ich mehr geschlaucht. Viel mehr.

Nun denn, kurz feiern und dann runter in das Kaff von Mazar. Ein Blick ins Roadbook zeigt das es dort einen Abzweig nach Westen zum Mount Godwin Austen, besser bekannt als K2, gibt. Der Bergsteiger in mir laesst mein Herz hoeher schlagen. Wir ueberlegen kurz, kalkulieren die Zeit, die es braucht um uns bis auf 25km Naehe zum zweithoechsten Berg der Welt zu bringen. 3-4 Tage hin- und zurueck. Verdammt, wir haben eigentlich nicht soviel Zeit, aber wer weiss, wann werden wir wohl das naechste Mal die Gelegenheit dazu haben das hoechste Gebirge der Welt zu sehen. Weiteres Studium der Karte ergibt: K2, Broad Peak, Gasherbrum I und Gasherbrum II, alles Achttausender und alle nur ca. 100km von unserem momentanen Punkt entfernt. So langsam wird uns klar - wir befinden uns so ziemlich im Zentrum der hoechsten Bergketten der Welt. Mit einem Bein stehen wir im Karakorum, suedoestlich davon beginnt der Himalaya, ueber den Kunlun Shan sind wir grad drueber und im Nordenwesten zieht sich das Pamir Gebirge nach Tadjikistan und Kirgistan. Cooooooooool!!!


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Mondscheincamp im Karakash Tal auf dem Weg zum K2


K2 Erkundung

Die Entscheidung faellt, wir muessen zum K2! Auf dem Weg liegt ein weiterer fast 5000m Pass. Und daneben, schau, gleich neben der Strasse ist ein Gipfel, 6300m hoch. Wenn wir noch 1-2 Tage investieren kommen wir da vielleicht rauf. Euphorie macht sich breit waehrend wir im Sonnenuntergang in das abgelegene Seitental abbiegen. Der Piste wird gleich mal 2 Klassen schlechter und es gibt keinen Verkehr mehr. Der Vollmond leuchtet uns noch fuer ein paar km den Weg, dann entscheiden wir uns fuer einen Zeltplatz gleich neben der Strasse. Der Mond leuchtet in das Tal hinein auf fuenf- und sechstausender Berge. Dazwischen hat ein breiter Fluss ein immer enger werdendes Tal mit steilen Schotter und Felstuermen links und rechts geschnitten. Das Weiss ueber der Schneegrenze von ca. 5000m reflektiert das Mondlicht und ich finde kein Ende mich an der Szene sattzusehen und zu fotografieren. Die einsetzende Kaelte der Nacht macht mir nix aus. Hihi, I like my Down-Jacket.

Voller Motivation gehts also weiter am naechsten Tag. Etwas besorgt schauen wir auf unseren Proviant und vor allem die Brennstoff-Vorraete. Durch die Kaelte haben wir vielmehr verbraucht als gedacht und in Mazar gabs nix zu kaufen ausser Instant-Noodles. Aber fuer 3 Tage muesste es eigentlich reichen und danach wirds schon irgendwie weitergehen. Hab ja auch noch den Holzkocher und ganz unten in der Packtasche sind noch ein paar Notrationen. Die Strasse wird immer schlechter, teils muessen wir ueber Geroell schieben unter dem die Schuttfelder die Strasse begraben hat. Aber wir freuen uns wie die Schnitzel, bis - ja bis wir von einer Landspitze zwischen zwei muendenden Fluessen rechts hinunter in einen imposanten Canyon und links auf ein Armeecamp mit vielen, vielen Zaeunen schauen. Hmmm, was mag das wohl bedeuten?


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Eins von 4 Fahrzeugen in 2 Tagen


Ja, wir haben auf der Karte auch gesehen, das die ganzen Berge genau auf der Grenze zwischen China und Pakistan sind, wir dieser also ziemlich nahe kommen. Auch, das die andere Seite die sogenannte Kaschmir-Region ist, welche sowohl von Indien als auch von Pakistan beansprucht wird. Was wir nicht wussten, auch das Gebiet 30-40km noerdlich der Grenze gehoert urspruenglich zu Kaschmir, wird aber seit der Einmischung von China in den Kaschmir-Konflikt 1962 unter dem Namen West-Aksai Chin gehandelt. Hier bzw. in der Haupt Aksai Chin Region weiter oestlich (die wir spaeter noch durchqueren muessen) haben anscheinend wesentlich heftigere Kaempfe stattgefunden als im pakistanisch kontrollierten Kaschmir. (Hintergruende hier) Heutzutage ist die Lage hier ruhig, aber auch nur weil die chinesische Armee hier sehr stark present ist und die Lage unumstritten im Griff hat.


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Fantastischer Canyon kurz vorm Checkpoint


Und das muessen wir nun auch erkennen. Hunde klaeffen, als wir runter zum Checkpoint rollen. Der wachhabende, vielleicht 18-jaehrige Juengling weiss nicht so recht was er mit uns anfangen soll. Der Rest der Truppe kommt aber angetrabt und beaeugt uns kichernd und neugierig. Wir erklaeren Ihnen auf der Karte wo wir hinwollen. Ihre Reaktion ist freundlich aber die Message ist klar: HIER IST SCHLUSS! Wir eiern noch ein bissl rum, ja wir wollen doch nur bis auf den Pass und kommen dann zurueck; sie sollen uns doch mitm Jeep begleiten, damit wir keinen Unsinn anstellen... Es hilft nix. Sie geben uns ein bissl was zum Essen mit und wir verlassen den Checkpoint in die Richtung von der wir gekommen sind. Shit, that dream was easily shattered!

Versuchte Trennung

Nach einem weiteren Tag sind wir zurueck auf der Hauptstrecke und essen Mittag in Mazar. Obwohl das zusammen Fahren und Leben mit Mirjam ganz gut klappt hatten wir am Anfang ausgemacht uns auch mal zu trennen um die einmalige Landschaft jeder fuer sich erleben zu koennen. Nach 3 Wochen Gemeinsamkeit war bei mir die Zeit reif dafuer. Ich wuerde mit dem Rad weiterfahren, waehrend Mirjam mit dem naechsten Truck in die 2 Tage entfernte "Stadt" fahren wuerde. Das stellt sich aber als nicht so einfach raus. Es ueberholen uns an diesem Tag nur noch 2-3 Fahrzeuge, die aber nicht anhalten. Am Abend finden wir ein neues Haus am Strassenrand, eine kleine Familie begruesst uns so freundlich, wie wir es an dieser hauptsaechlich von Trucks benutzten Strasse nicht mehr gewohnt sind. Die Uebernachtung ist superbillig, 2 Euro fuer ein 2er-Zimmer. Das Haus ist so neu, in unserem Raum war noch kein Ofen installiert. Aber flugs wurde das Loch fuer das Ofenrohr in der Decke durchgestossen - der Putz broekelt auf unsere Taschen und Betten. Der Ofen wird installiert und mit Kohle eingeheizt. Eine halbe Stunde spaeter haben wirs wohlig warm und es gibt Warmwasser zum Koerper und Waesche waschen. Das ist uns sehr willkommen, denn das letzte Mal liegt schon wieder fast eine Woche zurueck...


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Lebhafte Tochter mit meinem Rucksack


Die kleine Tochter ist sehr, sehr lebendig - sie bringt uns staendig irgendwelche Sachen, oder nimmt unsere und bringt sie ihren Eltern. Wir muessen viel lachen, aber aufpassen, dass nix abhanden kommt. Am Morgen scheint das doch passiert zu sein, denn Mirjams Ersatzreifen, der im Vorraum am Fahrrad hing, ist verschwunden. Wir machen nen Aufstand, haben insgeheim die Kleine im Verdacht, aber es hilft alles nix. Das Ding bleibt verschwunden. Wir koennen nicht glauben, dass eine boese Absicht dahintersteckt, weil die Leute soo herzlich sind. Etwas belaemmert ziehen wir von dannen. Was soll man da machen?

Ok, am naechsten Morgen versuchen wir nochmal getrennte Wege zu fahren, aber bis zum Mittag radeln wir doch wieder gemeinsam, das trampen gestaltet sich schwierig. Kurz vor dem naechsten schweren Pass finden wir ein Haus etwas abseits der Strasse. Es sind Chinesen da, wir koennen aber nicht rausfinden was die hier machen. Auf jeden Fall tischen sie uns eine grosse Portion Fleisch, Reis, Gemuese und am Schluss noch einen Riesenteller flambierte Kalamaries auf. Wir verfluchen uns schon das wir nicht am Anfang nach dem Preis gefragt haben. Normalerweise resultiert das naemlich in einer dicken Rechnung aber ganz wundersam wollen die gar kein Geld. Im Gegenteil, sie freuen das es uns geschmeckt hat, wir machen noch schoen Fotos und dann geht es gut gestaerkt an den Pass.
Mirjam versuchts weiter mit Trampen und ich lass es mal so richtig krachen, mal sehen wie lang ich fuer die 1000Hm Anstieg auf den 4955m hohen Xaidulla Pass brauch. Um 13.00 gings los, dank guter Akklimatisierung war ich eine Stunde spaeter schon bei der Haelfte, aber dann wurde es doch duenn. Nach weiteren 2h POWER war ich dann kurz nach vier oben. Stolz wie Oskar wuerde ich sagen!
Sehr nah aussehende 6000er Berge, die durchaus erwanderbar erschienen, lassen mich kurz mit der Idee spielen hier oben zu bleiben. Aber die Luft ist duenn und riecht schon jetzt sehr kalt. Ausserdem werden meine Haende trotz Faeustlingen nicht warm und ich stelle fest, dass mir das Denken schwer faellt. Erschoepfung und der fehlende Sauerstoff machen sich eben doch bemerkbar, weswegen ich mich doch lieber schnell auf den Weg runter mach. Nach 30km Wellblechpiste ist es schon fast dunkel, aber ich finde eine weitere verlassene Station der Strassenmeisterei. Ein kaputter Billiardtisch dient als Bett und ich freu mich waehrend ich auf meinem Holzkocher mein Sueppchen koch, dass ich nicht im meinem luftigen Sommerzelt schlafen muss. Immerhin bin ich noch 4000m hoch und die Nachttemperaturen hier bewegen sich zwischen -10 und -20 Grad Celsius.


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Morgensonne in verlassenem Haus


Am naechsten Morgen roll ich noch die letzten km bis nach Xaidulla, einer im Roadbook gepriesenen "Stadt", die sich aber als Truckstop mit unfreundlichen Bewohnern und ueberhoehten Preisen entpuppt. Da springt mir auch schon Mirjam entgegen, sie hatte am Vortag doch noch jemand gefunden der sie mitnimmt, aber weiter war sie auch noch nicht gekommen.
Jetzt gab es viel Hin- und Her. Mein chinesisches Visum war nur noch eine Woche gueltig, die Strecke bis nach Ali, wo ich es hoffentlich verlaengern wuerde koennen, betraegt aber noch 700km. Ein grosser Teil davon fuehrt durch das besagte Aksai Chin Gebiet wo der Hoehenmesser selten unter 5000m anzeigt. Diese wohl hoechste Strasse ueber das hoechste Plateau der Welt wollte ich mir eigentlich nicht entgehen lassen, aber auch die Strecke danach hoerte sich reizvoll an, da sie an einem grossen See und dem ersten tibetischen Kloster vorbeifuehrt. Fuer die gesamt Strecke wuerden wir aber ueber 2 Wochen brauchen, keine Option fuer mich. Auch Mirjam wollte in einer Woche in Ali sein und so sassen wir wohl oder uebel wieder im selben Boot. Bzw. Bus!


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Waschbrettpiste



Schlussendlich haben wir uns naemlich doch entschieden die sogenannten Soda Plains des Aksai Chin Gebietes zu ueberspringen und uns 380km weiter in Sumxi, kurz nach der Grenze von Xingjang zu Tibet absetzen zu lassen. Wiederholt mussten wir aber feststellen, das die Lastwagenfahrer von Trampern mit Fahrrad nicht so begeistert sind. Es war uns naemlich bis um vier am Nachmittag nicht gelungen einen Truck zum mitfahren zu finden, aber auf einmal kam unerwarteterweise der Bus nach Ali. Der war komplett leer und die Fahrer froh uns Touristen ein paar Yuan aus der Tasche ziehen zu koennen. Fuer 300 Yuan (=30 Euro, fuer manche Tibeter ist das ein Monatslohn) wuerden sie uns mitnehmen bis nach Sumxi. Von da aus sind es nur noch reichlich 300km bis Ali, was in unseren Zeitplan passt. Wir luden also unsere Fahrraeder schnell in den Gepaeckraum, wobei ich einen fatalen Fehler machte, der unsere Raeder so arg in Mitleidenschaft zog, dass es fast das Ende der Tour bedeutet haette. Hier also die Regel Nummer Eins fuer faule Radler: LEGE beim Fahrradtransport NIEMALS, ich wiederhole, NIEMALS zwei Fahrraeder aufeinander!!! Schon gar nicht wenn es ueber 350km haerteste Wellblechpiste geht. Ich hatte zwar unsere Isomatten als Polster zwischen die Raeder gelegt und das ganze gut verzurrt aber das half nix. Doch mehr dazu spaeter. Erstmal kam eines der surrealsten Erlebnisse meiner ganzen Reise.

Anderchens Mondfahrt

Wie alle Busse hier ist auch unserer ein "Schlafbus", d.h. es gibt keine herkoemmlichen Sitze, sondern Liegen. Die Fuesse befinden sich dabei direkt unter der etwas erhoehten Rueckenlehne des Vordermanns. Unglaublicherweise ist das eigentlich ganz gemuetlich, allerdings sind die Dimensionen natuerlich fuer die chinesische Standardkoerpergroesse ausgelegt. Und die entspricht nicht meiner! Warum muss ich mir eigentlich immer wieder anhoeren fuer grosse Menschen waere alles einfacher?


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Im Schlafbus


Anyway, wir rumpeln also los, eine Kalkulation aus Zeit und Anzahl von vorueberziehenden Kilometersteinen ergibt eine Reisegeschwindigkeit von 50-60km/h (seit Kirgistan hab ich kaum ein Fahrzeug mit funktionierendem Tachometer gesehen). Das bedeutet eine Ankunftszeit in Sumxi von ca. 1 Uhr in der Nacht. Wir hoffen dort ein Dormitory, also ein Zimmerchen fuer Truckfahrer zu finden, damit wir nicht in der Kaelte - Sumxi liegt auf 5150m, es wurden uns Temperaturen von minus 35 Grad prophezeit - das Zelt aufbauen muessen.

Zunaechst geht es erstmal ein weites Flusstal entlang, die Paesse ziehen sich mit nur geringer Steigung in die Hoehe und die Berge scheinen wie Huegel weil sie rundlich und sanft in der Ferne der Landschaft liegen. Der Schnee auf den Spitzen und ein Blick in die Karte machen aber doch klar, dass es sich hier um 6000er handelt.
Apropos Schnee, der eine oder andere wird sich vielleicht fragen warum um diese Zeit die Paesse nicht gesperrt und das Land unter einer dicken Schneedecke begraben ist? Das kommt ganz einfach daher, dass die Regenzeit im Sommer ist, wo die Temperaturen dann doch ueberm Gefrierpunkt liegen. Es ist auch kein Monsun hier wo es wochenlang schuettet wie aus Kuebeln - im August gibt es im Mittel 10 Tage an denen es mal regnet. Danach ebbt es ab und ab Ende Oktober gibt quasi niemals Niederschlag. Wir hatten auch in den letzten drei Wochen nicht einen Tag, an dem nicht die Sonne geschienen haette und perfekte Sicht gewesen waere (Ich hab das natuerlich vorausgesehen und mir das Gewicht von Schutzblechen am Fahrrad gespart :). Daran aendert dann auch die Kaelte nix. Wenn es keine Wolken gibt, gibt es auch keinen Schnee und so kommt es, das die Zeit bis Ende November unter Kennern als ideale Reisezeit fuer Tibet gilt (schoenes Wetter und wenig Touris).

Nach diesem Ausflug in die klimatischen Eigenschaften Tibets wieder zurueck in meinen Liegesitz im Bus. Ich guck also so aus meinem Fenster und langsam wird es dunkel draussen. Wir machen bei ein paar Haeusern Rast um was zu essen und dann gehts weiter, jetzt rauf auf die Hochebene der Soda Plains. Der erste Pass hat 5200m und auf dieser Hoehe verbleiben wir auch fuer die naechsten Stunden/Tage. Im Osten geht der Mond auf, immer noch fast voll und wahnsinnig hell wie auch in den letzten Tagen. Er beleuchtet eine absolut karge Ebene, rundum nur braune, eiskalte Wueste. Spaeter tauchen in der Ferne silberspiegelnde Flaechen von Salzseen auf, die sich aber dort, wo sie die Strasse beruehren nur noch als ausgetrocknete Salzkrusten entpuppen. Mit zwei Decken liege ich recht wohlig warm am Fenster und traeume in das mystische Halbdunkel. Die Sterne sind so nah und niedrig, das man denken koennte jemand hat sie an den Strassenrand gehaengt. Der Bus rumpelt ueber die Wellblechpiste und es kommt mir vor als fahren wir ueber die Mondoberflaeche selbst. Der helle Ball am Himmel muss die Erde sein - Mann ist die weit weg. Was die Leute da wohl machen? Die sitzen wahrscheinlich mitm Bier und Chips vorm Fernseher, waehrend ich hier aufm Mond rumeier. Die Zeit ist lang, aber nicht langweilig. So lang, dass es keine Rolle mehr spielt, woher ich komm, wohin ich fahr. Ich bin wach, hab aber das Gefuehl in einem Traum zu sein. Ein Traum vom unterwegs sein durch eine Unendlichkeit ohne Entfernung; ohne Zeit. Ob ich wohl eines Tages wieder zurueck flieg, auf die Erde? In meinem weiss-blauen Schlafbus der Tibetan Antelope Travel & Transportation Co. ... Aber halt, da hinten am Horizont kommt was Weisses. Das sind Berge. Mit Schnee. Aufm Mond gibts doch gar kein Wasser geschweige denn Schnee, oder?

BAAAAMMMMM, tuts einen Schlag!

Wir halten an, der Fahrer steigt aus. Unser Raumschiff hat wohl einen Platten. Hääääää?

Ach so, wir sind ja in Aksai Chin, aufm Weg nach Sumxi. Mit etwas Muehe find ich zu rationellem Denken zurueck. Mir wird klar, dass die anhaltende Hoehe fuer meinen ausserordentlichen Zustand sorgt. Wir haben nie viel ueber 4000m geschlafen und so muessen wir uns auf dieser Hoehe erst wieder akklimatisieren.
Wir fahren aber weiter, ist wohl nur einer der Doppelreifen kaputt. Meine Knie schmerzen von der komischen Position und ich beschliesse mich hinten in den Gang des Busses zu legen, wo ich meine Knie ausstrecken kann. Kalt ists im Bus. Mirjams Thermometer zeigt -6 Grad. Mit 4 Decken wickel ich mich ein, aber es will nicht mehr so recht warm werden. Vor allem meine Fuesse. Die duenne Luft sorgt fuer schlechte Durchblutung.
Ich will wissen wo wir sind, aber es gibt wohl keine KM-Marker mehr am Strassenrand. So langsam muessten wir uns eigentlich der Grenze nach Tibet naehern. Etwas angespannt erwarte ich diese, weil es dort wohl einen Checkpoint gibt, an dem evtl. unsere nicht vorhandenen Tibet-Travel-Permits verlangt werden koennten. Als Radfahrer haben wir gehoert ist das anscheinend kein Problem, aber den Bus kontrollieren sie vielleicht. Irgendwo am Horizont tauchen Lichter auf. Sind das jetzt Sterne? Nein, tatsaechlich sind da zwei, drei Huetten. Ist aber nur ein Truckstop. Wir machen fuer ca. 1h halt, waehrend die Busfahrer die Reifen wechseln. Was fuer ein Job, da draussen hat es mindestens -15 Grad. Es geht weiter, nach ein paar langsamen Kilometern auf unheimlich schlechter Strasse knallt es wieder. Wir machen kehrt. Zurueck zum Truckstop. Wieder Reifen wechseln. Es wird immer spaeter, ist schon 3 in der frueh. Endlich sehe ich einen KM-Marker. Noch 30km bis nach Sumxi. Aber wir fahren und fahren, da draussen ist nix. Es dauert ewig.
Um halb fuenf, wir haben doch ein bisschen geschlummert, halten wir endlich bei ein paar Haeusern. Ein Seil ueber der Strasse "blockiert" die Weiterfahrt. Ich denke 'Checkpoint'. Wir bleiben schoen liegen, haben absolut keine Lust aufzustehen. Es ist schweinekalt. Nach ein paar Minuten leuchtet ein Typ mit Armeemantel seine Taschenlampe in unsere Richtung.
"SUMXI!"
Es ist nur der Busfahrer, wir sind da! Shit, jetzt muessen wir da raus. Schlaftrunken und orientierungslos suchen wir unsere Sachen zusammen. Handschuh, Jacke, Muetze auf. Keine Menschenseele ist zu sehen, es gibt kein Dormitory. Scheisse, wir muessen das Zelt aufbauen. Und zwar schnell, bevor wir erfrieren. Mirjam sucht einen Platz waehrend ich mich um die Raeder kuemmere. Die sind total verkeilt in einander. Die Isomatten und Polster sind entweder durchgescheuert oder zur Seite gefallen. Nach ein paar Minuten fluchen kann ich endlich das erste Rad rausheben. Ich seh blankgescheuerte Stellen am Rahmen. Dann kommt Mirjams. Der Gepaecktraeger ist gebrochen. Aber das ist egal jetzt. Wir muessen ins Zelt, in den Schlafsack, meine Finger fallen halb ab und meine Zehen fuehlen sich an wie Eisklumpen.


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Begegnungen in Tibet (Foto: M.Wouters)


Am Horizont ist schon die erste Daemmerung zu erkennen. Das Zeltaufstellen geht flugs. Ich zieh mir noch schnell meine Fliesunterhose an, such beide Schlafsaecke raus und dann ab in die Koje. Mein Fuesse bleiben kalt bis wir halb zehn wieder aufstehen. Die Sonne scheint. Total gaga schauen wir uns die Gegend an. Da drueben sind Leute. Wie sehen die denn aus? Mensch, das muessen Tibeter sein. WIR SIND IN TIBET!

Schadensbegutachtung

So, jetzt ist Zeit. Wir schauen uns die Raeder genauer an. Mirjams Gepaecktraeger ist gebrochen. Die Nacht hat uns erschoepft und so sind wir beide etwas niedergeschlagen. Ich versuche Zuversicht zu verstroemen "No Problem, I'll fix that easy!". In der Tat hab ich das Ding nach 1h McGyvering so geflickt, dass es bis hierher nach Ali gut gehalten hat. Eine Speiche am Hinterrad war noch lose, aber auch das ist kein Problem. Doch dann schaue ich auf meinem Rahmen. An einer riesigen Stelle ist das Alu blankgescheuert und die Wandstaerke des Rahmens ist sichtbar reduziert. Ach du Schei... Ich zeigs Mirjam und sie schaut daraufhin ihr Rad genauer an. Sie schreit. Ich komm und schau mir das Dilemma an.
HOLY CANNELONI!!! Eine von zwei duenneren Rahmenstreben ist so tief durchgescheuert, dass fast ein Loch im Rohr ist. Auhauahauaha. Statisch gesehen ist an der Stelle zwar kein Biegemoment zu erwarten, aber Zug- und Druckkraefte sind durch die Erschuetterungen der Waschbrettstrassen erheblich und ich kann schwer abschaetzen welche Auswirkungen das auf dieses Rahmenteil hat. Es wird schon erstmal gehen, aber auf Dauer? Hoffentlich haelt das...


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Extrem McGyvering (Foto: M.Wouters)


Zwecks Fruehstueck schauen wir mal bei den Tibetern in ihrer Huette vorbei. Die schauen urig aus. Schwarze Haare, ziemlich verfilzt. Dicke Umhaenge, einst farbenfroh, sind alt und zerissen. Viele Ketten und Geklimper um den Hals. Wettergegerbte Gesichter schauen und etwas zweifelnd an. Wie Indianer denk ich mir. Sie geben uns ein bisschen Heisswasser, wollen erst Geld dafuer. Die haben halt auch nix hier und so ein paar Touris ist der einzigste Weg etwas Geld zu bekommen. Etwas irritiert gehen wir wieder zu unseren Raedern und machen uns Haferflocken. Die Hoehe schlaucht uns immer noch und alles geht sehr langsam. Als wir auch noch feststellen, das wir unseren Lonely Planet Reisefuehrer, den wir mit viel Ueberredungskunst australischen Reisenden abgekauft hatten, im Bus vergessen haben faellt die Stimmung nochmal tiefer. Verdammt, die Busfahrt hat viel gekostet! Wir entscheiden das dies genau die richtige Zeit fuer einen EMERGENCY COFFEE ist. Mirjam traegt naemlich seit sie Holland verlassen hat ein Paeckchen aeschten Kaffee mit sich und einen Filter um diesen zuzubereiten. Der Duft gibt uns neuen Mut. Selbst wenn unsere Raeder unterwegs vom Bus gefallen waeren sind wir schliesslich immer noch 100 Mal besser dran als die armen Gestalten in ihrer Huette da drueben.


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(Foto: M.Wouters)


Langsam muessen wir los, schliesslich ist es schon Mittag und wir muessen noch ueber den naechsten Pass. Schlauerweise haben wir uns naemlich genau hier absetzen lassen, weil ein paar km weiter der hoechste Pass unserer ganzen Tibetdurchquerung ist: 5400m! Und den wollen wir schliesslich selber fahren. Das tun wir nun auch, und da unsere Ausgangshoehe schon 5150m ist, ist es noch nicht einmal soo anstrengend. Oben, beim Warten auf Mirjam drueckt mich was und ich begeben mich an ein Stilles Oertchen fuer ein weiteres, ganz persoenliches HIGHlight...
Die Atmosphaere am Pass, tibetische Gebetsfahnen und das Foto mit unseren Partner-Look Daunenjacken sind dann doch ein wahnsinnig gutes Erfolgserlebnis und so hebt sich unsere Gemuetslage. Schliesslich gehts von jetzt ab lang bergab und in absehbarer Zeit sind wir in einer zivilisierten Stadt.


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YESSSS



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Quishan La Pass


So richtig bergab wars dann aber doch nicht, 700Hm runter verteilen sich auf die naechsten 100km. Die Strasse ist schlecht und so schaffen wir bis zum Abend nur 35km. Mirjam ist ziemlich am Ende und legt sich ins Zelt. Wegen Alkohol- und Benzinmangel hab ich wieder rechtzeitig am Wegrand liegendes Holz aufgesammelt und versuch zu kochen. Damit bin ich fuer 1,5h vollauf beschaeftigt, denn wir sind immer noch ueber 5000m hoch und der Kocher zieht schlecht. Es hat so -5 Grad, aber in der Daunenjacke ist mir ist wohlig warm und das simultan Holzspalten, Zwiebeln schneiden, Glut anblasen, Nudeln salzen, Nachlegen und ESSEN macht mir Spass. Wenns aber richtig dunkel wird, wirds auch gleich richtig kalt und es heisst ab ins Zelt.


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Mein Holzkocher und Ich! (Foto: M.Wouters)


Die naechsten Tage sind gepraegt von viel schlechter Strasse durch wunderschoene Landschaften. Die Luft ist so klar hier, dass die Weite der Landschaft trotzdem greifbar nah erscheint. Dadurch unterschaetzt man Entfernungen und wir wundern uns immer wieder wie lang ein bestimmter Streckenabschnitt dauert. Wir trinken ein bisschen zu wenig, weil teilweise keine Gewaesser oder nur gefrorene Fluesse da sind. Die Lippen werden rauh, springen auf.


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(Foto: M.Wouters)


Eine Nacht schlafen wir in der kleinen Stadt Domar, wo wir mit einer japanischen Tourgruppe und einem freundlichen Wirt eine gute Zeit haben. An einem anderen Morgen sind wir abfahrfertig, als Mirjam einen Platten im Vorderrad feststellt. Ein Konvoi von 8 Armeetrucks hat 100m weiter halt gemacht, weil auch einer von ihnen einen kaputten Reifen hat. Wie immer kommen uns die Soldaten durch ihr Kichern sehr kindlich vor. Wir winken uns zu.
Endlich kommen wir an den eindrucksvollen, aber in der braunen Umgebung seltsam anmutenden Pangong Tso, einem tiefblauen See, der sich ueber 120km bis ins westlich benachbarte indische Ladakh zieht. Eigentlich wollte ich ja nach Indien um der Kaelte im Norden zu entgehen, aber aufgrund geschlossener Grenzen zwischen Indien und China muss ich wohl oder uebel den schoenen aber kalten Umweg ueber Nepal gehen. Nun denn...


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Fischer am Pangong Tso


Der erste Buttertee

An einem kleinen Dorf am See machen wir Mittag und essen unheimlich teuren, aber nicht besonders schmackhaften Fisch (8 Euro fuer 2 Personen, das ist Wucher!) Ein paar km spaeter ist die Strasse auf einmal ganz unerwartet ASPHALTIERT! Ihr koennt euch das nicht vorstellen, nach fast 600km Schotter, Sand und Wellblechpiste fuehlt sich das an wie fliegen. Man gleitet auf der Strasse dahin - aaaaaah, was fuer ein Genuss. Wir wollen absteigen und den Teer kuessen. Kurz danach kommt auch schon der Grund fuer die Strasse. Sie verbindet den chinesisches Aussenposten Rutok Xian mit Ali. Wir freuen uns ueber Geschaefte mit reichhaltigem Angebot und lassen uns von einer Horde neugieriger Tibeter beaeugen waehrend wir uns mit Schokolade vollstopfen.


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Asphalt!!!! und Schilder in tibetisch und chinesisch -> Aegypten?


Aber noch einmal verlassen wir die gute Strasse und machen einen Abstecher ins 10km entfernte Old Rutog, an dem es ein sehr eindrucksvolles buddhistisches Kloster gibt.
Kreuz und quer geht es ueber Feldwege, auf denen wir viele tibetische Hirten mit ihren Yaks und Ziegen treffen. Sie lachen fast immer und wir rufen uns gegenseitig "Helloou" zu. Das Abendlicht taucht das Kloster und die Landschaft in wunderschoenes Licht. Wir wollen versuchen im Kloster zu uebernachten, aber die Bewohner am Fuss des Berges weissen uns entweder in eine andere Richtung oder aber verstehen uns gar nicht.


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Immer mit vollem Einsatz (Foto: M.Wouters)


Hinter dem Berg entdecken wir eine Strasse rauf zu Kloster und wir schieben die Raeder die Haelfte hinauf. Das ist ziemlich schweisstreibend und so gehe ich den Rest ohne Rad um erst mal zu fragen ob sie uns den aufnehmen. Ich rede mit einem Moench, aber er gibt mir zu verstehen, dass es nicht moeglich ist. Ich versuchs noch ein bisschen und merke, dass er sichtlich bedauert ist uns nicht aufnehmen zu koennen. Die Polizei erlaubt es nicht. Bevor ich ihm Probleme mach gebe ich auf und sag dass wir halt einfach in der Umgebung zelten. Er deutet in Richtung der chin. Stadt Rutog Xian, wir sollen doch dahin gehen. Weil hier - er macht Zeichen wie Schlaege und redet von Police, Police...


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Rutog Monastery


Ich glaube zwar nicht, dass die Polizei uns Gewalt antun wuerde, aber laut Internet-Artikeln die ich dazu gelesen habe ist es wohl schon so, dass die Moenche oft gegaengelt werden und Pruegel einstecken muessen. Wir versuchens also nochmal bei den Haeusern unten am Berg, wo die Reaktionen sehr gemischt sind. Ich glaube die kriegen schon Probleme wenn sie uns aufnehmen. Deswegen will ich eigentlich irgendwo campen. Mirjam fragt aber nochmal an einem Haus, er bietet uns seinen Ziegenstall, samt Ziegen an. Da es schon fast dunkel ist fang ich an das Zelt aufzubauen.
Mirjam versucht Wasser zu bekommen und geht mit einem halb erwachsenen Jungen. Ich demonstriere inzwischen einer stauenden Schar Neugieriger wie schnell man mit moderner Zelttechnik sein mobiles Haus aufbauen kann. Nach einiger Zeit kommt Mirjam aber angelaufen, wir koennen im Haus des Jungen uebernachten. Nun denn, dafuer bau ich das Zelt gern wieder ab. Es stellt sich raus, dass es ein kleiner Laden ist, inmittem welchen wir unsere Isomatten ausbreiten.
Danach werden wir in die Kueche/Wohn/Essraum gebeten (die Aufteilung ist bei den Tibet-WGs aehnlich guenstig wie in unserer Zelt-WG ). Wir sitzen ein bissl rum, warten wohl auf die Mutter. Ich fang schon mal an Nudeln fuer uns beide zu kochen, wir haben naemlich Kohldampf. Daran merkt man ganz deutlich, dass wir den islamischen Einflusskreis verlassen haben, denn da waere es einem nie erlaubt worden sein Essen selber zu machen (z.B. bei den Uyghuren).


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Die Kinder der Familie


Hoefflicherweise bieten wir unsere Nudeln allen Beteiligten an, aber die machen sich dann selber welche. Nach dem Essen beginnt das Abendprogramm. Zunaechst wird mal Buttertee gemacht, den ich entgegen meinen Erwartungen ganz lecker find. Es wird uns eifrig nachgeschenkt und wir trinken ordentlich um den immerwaehrenden Fluessigkeitsmangel auszugleichen. Danach gibts ein interessantes Schauspiel aus Tradition und Moderne:
Der Sohn schliesst den Fernseher ueber einen Spannungswandler an eine dicke Lastwagenbatterie an und schaltet den Fernseher und DVD-Player(!) ein. Die Batterie wurde tagsueber mittels Solarzellen geladen, die ich im Shop gesehen hab. Es wird eine DVD eingelegt, mit buddhistischen Folkloretaenzen und Musik. Ganz ruhig sitzen Mama, Sohn und Tochter mit ihren Gebetsmuehlen auf dem Sofa und lauschen der Musik. Es sind noch ein paar andere Gaeste da, aber alles verhaelt sich leise, wie ueberhaupt die Tibeter nicht so lautstarke Umgangsformen haben wie die Chinesen. So sitzen wir bestimmt noch eine Stunde, trinken Buttertee, laecheln uns gegenseitig zu. Ein total relaxte Stimmung macht sich breit. Schliesslich gehen wir ins Bett. Mittels weiterer Batterien wird eine Stromsparlampe in unserem Nachtlager eingeschalten, damit wir uns zurechtfinden. Gleichzeitig sind wir uns aber bewusst, das die Behausung lediglich ein etwas verstaerktes Zelt ist. Reich sind diese Leute nicht!



Fruehstueck bei tibetischer Gastgebern


In der frueh gibts wieder Buttertee, aber sonst nix weiter zu Essen. Wir lassen unsere Haferflocken verpackt und machen uns erstmal auf den Weg zurueck zur schoenen Asphaltstrasse.

Halbzeit im Konsumparadies

Es sind nur noch 120km bis Ali und wir haben zwei Tage Zeit dafuer. So lassen wir uns viel Zeit, machen oft Rast, einmal an einem kleinen Ort mit einer relativ grossen Schule. Die Lehrer sind sehr hilfsbereit und machen uns was zum Essen. Zwei der Vier sprechen gebrochen Englisch aber trotzdem kann ich nicht rausfinden wo die Eltern der Kinder sind, denn das Dorf ist viel zu klein fuer soviele Menschen. Ist wohl eher ein Internat oder so. Die Situation erscheint mir ziemlich trostlos fuer die Kinder.


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Cooler Helm, oder?


Am Nachmittag kommt ziemlicher Wind auf, zum Glueck von hinten. Zelten wollen wir da aber nicht unbedingt auf freier Flur und so sind wir froh ein paar Haeuser etwas abseits der Strasse zu entdecken. Ausser Spuren von Radfahrern die diese Uebernachtungsmoeglichkeit wohl schon vor uns genutzt haben ist der sandige Weg sichtbar schon laenger nicht mehr benutzt. Nur ein paar frische Pferdespuren finden sich, aber es ist weit und breit kein Mensch oder Tier in Sicht. Der Platz fuehlt sich komisch an, vor allem weil die Haeuser voellig intakt sind. Innen sieht man auch, dass vor kurzem noch Leute drin gewohnt haben. Es haengen Buddhabilder oder auch Fotografien der Leute an der Wand. Teils sind sogar noch ein paar tibetische Moebel da.


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Kerzenromantik in verlassenem Haus


Wir suchen uns halt das Schoenste aus und verbringen eine erholsame Nacht ohne gegenseitiges Generve im Zelt. Auch ist es unerwartet warm im Haus, wir schwitzen beide mit voller Montour in den Schlafsaecken. Am Morgen sagen wir schoen danke zum Haus, deren Bewohner und Schicksal wir leider nicht kennen. Vielleicht sind sie fuer den Winter in die Stadt, nach Ali, gegangen?


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Landschaft vorm Lame La Pass


Noch einmal geht es einen Pass rauf, zum 4840m hohen Lame La. Zum Glueck aber nicht sehr steil und da die Strasse ja eh asphaltiert ist gehts recht locker. Auf der anderen Seite gehts 41km runter nach Ali, auf das wir uns schon freuen wie kleine Kinder auf Weihnachten. Wunderbar rollen wir fast die gesamte Strecke ohne Treten; Mirjam legt Chopper-Style ihre Fuesse auf die Packtaschen am Vorderrad (siehe Video). Wir haben Spass und malen uns aus wie schoen die warme Dusche und ein ordentliches Bett sein werden. Wir koennen Schokolade kaufen, frisches Obst essen, besonders auf Bananen fahren wir ab. Und ordentlich essen und Bier trinken. Und Internet. Aaaah das Paradies wartet auf uns...


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Lame La Pass




Downhill nach Ali


Neben Einkaufen und blog updaten wartet auf mich aber noch eine besondere Aufgabe, die Visumsverlaengerung. Einen Tag vor Ablauf meines Visums gehen wir zum PSB, der fuer Auslaender zustaendigen Polizei, um uns gleichzeitig auch das Tibet Permit zu holen. Ich war die ganze Zeit ein bisschen nervoes, weil ich die Chancen fuer die Verlaengerung nur zu 50/50 gesehen hab. Fuer den Fall, das ich sie nicht bekomm, hiesse das auf dem schnellsten Wege, mit Bus oder trampen, aus dem Land zu kommen. Jeder Tag Visum ueberziehen kostet 50$!!!
Nachdem wir 30$ Strafe gezahlt haben, weil wir ohne Permit nach Tibet gekommen sind wurde es uns fuer weitere 5$ ohne Probleme erteilt. Fuer meine Visumsverlaengerung musste ich bis zum Nachmittag warten, aber, Yiepieeee, ich hab jetzt weitere 30 Tage! Kosten: 14$. Not too bad :)

Jetzt hab ich also Zeit mir die ganzen Sehenswuerdigkeiten von Westtibet anzuschauen, die da waeren:
Guge Kingdom: Uralte, halbwegs erhaltene Hauptstadt des Guge Koenigreichs. Liegt 2-3 Tagesetappen abseits der Hauptroute, so entlegen, dass es die roten Garden waehrend Kulturrevolution nicht fuer noetig gehalten haben es komplett dem Erdboden gleich zu machen.
Mount Kailash (Gangrinpoche): Heiligster Berg im Buddhismus. Die Wanderung rundrum ist karmamaessig aeusserst lukrativ. Ein Muss!
Manasarovar See: Auch superheilig und fantastische Blicke ueber hohe Berge hinter dem See. Darin zu baden und das Wasser zu trinken wirken sich auch positiv auf das Meritkonto aus - ganz wichtig wenn ich meinem Endziel Nirwana naeher kommen will.
Heisse Thirtapuri Quellen: Vielleicht etwas angenehmer zum baden als der kalte See
diverse Kloester: Ich freu mich drauf da zu uebernachten und hoffentlich ein bisschen mit den Moenchen zu plaudern.

Waehrend wir hier in Ali waren sind wir auch noch auf weitere Radler gestossen. Zum einen die beiden Franzoesinnen Elisabeth und Edwig, die schon seit 4 Jahren unterwegs sind (blog-tortue.blogspot.com) und auf das junge deutsche Paar Mandy und Benni, die mit einem aeussert interessantem Tandem unterwegs sind (www.globecyclers.de). Sie waren wohl auch vorher schon mal in China und haben es aufgrund kritischer Berichterstattung geschafft, dass ihre Webseite hier gesperrt ist. Mal sehen, obs bei mir dazu reicht...


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Mandy und Benni mit ihrem Liege/Sitztandem


Ok, nach etlichen Tagen Internet und rumlungern in Ali muss es langsam weitergehen. Heute frueh sind Mandy und Benni abgefahren und Mirjam mit ihnen. Nachdem wir ueber einen Monat fast ununterbrochen zusammen waren haben sich doch leichte Differenzen entwickelt und ich glaube es ist besser, wenn ich wieder allein unterwegs bin.
Trotzdem moechte ich die Zeit nicht missen, zu zweit hat man manchmal mehr Spass und vor allem die Moeglichkeit sich ueber Gesehenes und Erlebtes auszutauschen. Anscheinend kuemmer ich mich auch ganz gern um nen anderen Menschen - ist mir in diesem Fall aber auf Dauer ein bissl einseitig geworden...

Nun denn, wird wohl wieder ein paar Grad kaelter im Zelt, aber da ich bisher jede Herausforderung gut gemeistert hab wird auch das kein Problem werden. Schliesslich hab ich ja immer noch meinen Joker: Die Daunenjacke. Und euch da draussen: Schickt mir doch bitte mal wieder ein paar mehr Gruesse (vor allem die Muenchner!), die waermen auch uebers Internet (anaum[at]gmx.de)!!!


tschuess, Euer Andi

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Posted by Andreas Naumann at 11:09 AM GMT
October 15, 2007 GMT
Welcome to China

I've left the russian influenced zone of central asia and am now finally in a complete new World: China!
This really is a whole new chapter in my travels, it feels so crazy to be here. Crossing the boarder was very exciting and we kept telling ourself "We're in China, we're in China!!!". We, that was a french couple, Marie-Eve and Ludovic (www.cyclopaysans.ouvaton.org), and the dutch girl Miriam (www.cyclingdutchgirl.waarbenjij.nu), that cycled all the way from Europe. I met them on the boarder and kept riding with them all the way to Kashgar.
I turns out that Miriam also wants to do the Tibet run, so we've decided to try it together. Two in the tent might just give us the valuable extra degrees needed to live through the cold nights. Down to minus 25 said a well informed guide here in Kashgar...


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Mao statue in Kashgar, China


But getting to China turned out not to be all that easy as when I was only 60km from the boarder I got to know of a 10 day boarder closure. I had already spent two days and cold nights on the long a hard road to the boarder, but didn't want to spend another 5, so I went back with a truck to Osh.
Once again I stayed with Muhamasali, fixing the equipment and my body.


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Muhammasali and family in Osh


In this moment I sit in the Internetcafe in my hotel (Seman hotel) and only have half an hour left before we depart towards Tibet. We want to do 100km today, which should be easy because the first 250km are in the flat Taklamakan desert. Anyway, I will very shortly describe some of the recent events:

On the road to Irkeshtam (the chinese boarder) I met 4 Scotts cycling for a charity action from Edinburgh to Everest basecamp. (www.edinburghtoeverest.com). They have it a bit easier though, since they take turns cycling. Only one is on the bike while the rest drives the support vehicle with lots of equipment. I camped with them for the night, enjoying good food and pancakes in the morning.



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Breakfast with Pancake and Campfire


The next day I tried to cycle together with Shamus, but with my 15kg+ luggage I could not follow him up the next pass. So I cycled mostly alone with very alternating emotions. Fantastic countryside, but physical exhaustion, combined with sometimes annoying kids, that threw stones. Once a little 5 year old want to shake my hand, I was too lazy to clap his hand, so he held on to my handlebars until I crashed. Fuck, I was angry - the little bugger thought I will kill him an started to cry. So I got my composure back told him more calmly that he was stupid and carried on.


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not fair




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Nice Kids




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View of the Pamirs on the road to chinese boarder




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Fixing my second flat tire, right at the chinese boarder




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New Country, new company



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Foretaste to Tibet




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Electric 3-wheeled vehicles on the road to Kashgar




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Modern Chinese Kashgar




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Old Uygur Kashgar




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Sunday Animal Market


Finally we stayed six days in Kashgar to do a lot of shopping for additional clothes (second sleeping bag, down jacket, warm pants and shoes) and FOOD! Since there wont be many towns to seriously restock supplies until Ali, in about 1300km, or three weeks, we stocked up big time on rice, pasta, nuts and fruits and of course chocolate.


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All this on two bikes?


Ok, it's time to go, hopefully I can fit it all on the bike. Luckily I could buy two good Ortlieb-Bags for the front. They are bloody heavy with all the food. Lets see how I get them up the passes. The first one is in 3 days, only three thousand something meters, then comes 4000 and sometime later this week will a 5200m pass.
Whooooohaaaaaw......... cu, Andi

Posted by Andreas Naumann at 12:12 PM GMT
September 29, 2007 GMT
First cycling experiences

The Jungfernfahrt on the bicycle is successfully completed, I'm now in Osh.
But man, this IS a bloody different game! The km-clicks were sometimes so long apart, I thought I never arrive. No wonder, my bike, including front and back rack weighs 17kg. To that comes the weight of my kit, that's about 15kg. And then me: I was very surprised when weighing myself today. I now bring the scale to the highest personal record ever, 84kg! Usually I weigh about seven kilogram less, which at 1,92m makes me such a Spargel. So now I have the proof that travelling is good not only for my mind and soul but also the body.
On the other hand, I doubt that Tibet is so good for the body because due to the high altitude (always above 4000m) and the physical exhaustion most people cycling there lose about 6-10kg during that period. That brings me back to "normal" then. Which means I'll have to eat lots of food in India. Not so bad after all...


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First self cycled pass!


On Tuesday at lunchtime I finally had everything strapped to the bike and started pedalling. I have about as much weight in the front as in the back, which causes a bit of a tipsy steering experience. But I got used to that quickly, at least on the good tarmac roads it's no problem. The first 65km I cycled along a boring flat road with pretty heavy traffic. After that I was a bit disappointed of myself because I already felt quite exhausted. I could go on, but from other cyclists I knew that the road leads with almost no gain in altitude for another 60km into a narrow gorge with no camping possibilities. And at the end comes the blast, where in 20km it leads up about 2000Hm to a pass. Surely I was not able to do that anymore (already 5pm), so I tried to hitch a ride on a truck.
(NOTE: At the moment I have no ethics like having to cycle every meter. Instead I want to use this trip to Osh and then further to Kashgar as test ride for the material and training for myself. Since the road from Kashgar to Katmandu is very, very long and will take much time, I will find myself cycling well into November at which time it becomes almost unbearably cold in Tibet (at least with my gear). So the strategy right now is to safe time by skipping parts of the way when possible.)


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Isaac in his Kamas


After a little while a russian Kamas picked me up, the driver was the very friendly Isaac from the ethnic group of the Tatars. We talked a little at the beginning but then left each other alone with our thoughts. I felt very comfortable and happy that I dont have to cycle in the dusk sharing the road with many trucks, crazy mashrutka drivers and the kyrgyz cowboys with their sheep and goat herds (the season for the high pastures ends at the moment, so all the shepherd families bring their flock into the valleys). The speed of the truck was about 40-50 kmh, but on the tiniest slope it slowed down to, well, I think cycling wasn't slower. But that didn't bother me at all. A 100km further, long after dark in the valley on the other side of the pass I said my Sposibo bolschoi and got off the truck, went 300m off the road into the steppe, pitched my tent and slept very sound that night.


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Traffic on the first pass


The next day was a very hard one. The road led slowly upwards to the next pass, but a constant wind made progress very slow. Also, a village where I thought to buy bread turned out to be a few abandoned trailers with no food at all. Still, this day I had to do it, I refused offers of truck drivers to take me up. Btw, traffic had decreased to maybe one vehicle every 5 minutes. At 4pm, after 55km and 6 hours of hard work I finally reached the pass. I stopped right there to make some pasta, because no way I could go on without eating. The food fixed everything though, I was quite happy afterwards, put my warm clothes on and comfortably rolled down another 40km to a fantastic camp spot on the side of a river. On the way I was invited by a man, his wife made me tea and I could buy a big loaf of bread. My breakfast was secured!
In the morning I enjoyed it, the breakfast, for a long time and afterwards took quite a while to rearrange my gear, protecting my stuff from the rain which looked like coming soon. The road looked easy on the map, going down to a big lake and then in a huge detour around it. But after 30km the fun was over. Headwinds blew no matter which direction I went and at the end of the day, after about 100km there came an unexpected pass, maybe 2500m high. There was no nice spot to camp, the weather was miserable and so felt I. So I tried to conquer the unknown pass, with big disappointment after each turn where I could see just how far I was from the top. The rescue came in form of another Kamas. It was driving fast enough to overtake me, but really only with about 3 km/h speed difference. So I hung on to the side of it and actually worked my way up until I was on the side of the passenger window.
The three guys in the truck had a good laugh and we talked a little. One half climbed out of the window to grap some bonbons I had in my front-bag. Then they asked me if I want a cigarette. I showed I have no hands free, one I need to steer and the other to hold onto the truck. That don't matter, they light a cigarette up for me and stick it in my mouth. I felt so fucking cool, I wish I had a picture of us arriving at the pass. Crawling up with maybe 10kmh, me hanging on the side with a big grin in my face, a cigarette stuck between my lips. Everything miserable was gone, I felt great and travelling was just as crazy as I like it to be.
A few more km down the mountains I found another spot near a river to sleep. When cooking my meal a boy with a donkey came to get water, initially ignoring me. When I approached him he was all smiles and very friendly, but too shy to talk. Once in my tent I didn't listen long to the river before I fell asleep.


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Kyrgyz Cemetery


Day number 4 started with some drizzling rain, so I made my breakfast in the tent. It was very cozy and my body didn't feel like moving but, I wanted to cycle another 100 clicks down the very impressive Naryn River gorge before hitching a ride the remaining 200km of the way to Osh.
So I got up and once I was on the bike all the pain was gone. After the lunchbreak, at which I ate half a kilo of troud (and nothing else) at a roadside restaurant, the sun came out and I enjoyed the slow passing of the mountains and cliffs along the river.


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Naryn river gorge


When you cycle the whole day, there is a lot of time to think, but to be honest, I actually don't think so much. I more enjoy my favorite past time: daydreaming! I guess this is why I might like cycling even more than riding a motorcycle. It gives me more time to dream! Maybe one day I end up like this guy :)
...he looks happy though!


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At 3pm I had dreamt enough, and also my cycling pensum for the day was fullfilled. So I started waving at trucks to take me to Osh. The experience was very odd, I kept getting rides that went just half the way I wanted to go.
The first I got took me 100km to Jalabad. There we stopped right at a roadside stop from the police. My driver informed them about my need, so they stopped every vehicle until one was going where I wanted to. Took about 30 seconds. Unfortunately, again not all the way to Osh. At dusk, in an unfriendly town I had to get off and find another ride the remaining 50kms to Osh. It didnt take long, but the guy was a very loud and annoying character. Also it turned out he wanted to go to his hometown, 25km out of Osh. Luckily for a 100Som (~2 Euros) I could break the cycle and convince him to bring me all the way to Osh.
So finally at around 9pm I arrive at the house of Zyod and Muhammasali. They were very surprised that instead of a motorcycle I now have a bicycle. Friendly and hospitable as ever I got a big portion of Plov (rice dish) and we talked for a long time about where I went and what I saw, their business and the coming year. Again, I slept very well, this time on a better mattress than my Thermarest with holes. (I guess it's a holy thermarest :)
The rest day today was very nice, but tomorrow I start towards Irkeshtam, the boarder between Kyrgyzstan and China. It will be a three day trip, over two passes, one 3600m, and partly very bad road. It'll be a notch harder than the last four days, lets see how I tackle it. After the boarder the road goes down another 300km to Kashgar, but maybe I find a truck again to skip that. Whatever happens and if I die or not; you'll read it in my next blog :)

cheers and a Prosit der Gemuetlichkeit to everybody in Munich,
Andi

Posted by Andreas Naumann at 12:01 PM GMT
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