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Erwin Thoma

Germany to Russia

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Hier einige Informationen zu Weißrußland und Rußland.

Ausfuehrlich gehe ich auf den Streckenabschnitt zwischen Cernysevsk und Simanovsk ein. Bernd Tesch nennt diesen Teil Darien Gap des Ostens, da hier die meisten Motorradfahrer ihre Zweiraeder auf die Eisenbahn (laut den Angaben anderer Reisender 50 US $ pro Bike) verladen.

Ich moechte diese Information an andere Reisende weitergeben, die eine aehnliche Tour planen. Infos ueber Rußland sind nicht einfach zu erhalten, vor allem die Gap ist ein relativ unbeschriebenes Blatt. Mit meinen duerren Worten moechte ich diese Luecke verkleinern. Bitte diese Informationen weitergeben und darauf hinweisen, daß sie von mir stammen. Wie wir alle wissen, sind Traveler Infos bereits veraltet, wenn sie geschrieben werden. Ich gebe logischerweise nur eine Beschreibung meiner Tour und keine allgemeingueltigen Aussagen. Ueber Kritik (auch positive) freue ich mich - bitte schreiben! Wenn ich diese Beschreibung staendig aktualisieren koennte, waere das klasse.

Ich bin 1999 ueber Hrodna, Minsk, Moskau, Kazan, Ekaterinenburg, Irbit, Novosibirsk, Irkutsk, Chabarovsk und Vladivostok gefahren. Leider habe ich nur ein Drei-Monats-Visum fuer Russland erhalten und habe fuer die Strecke ab Berlin 2,5 Monate (Mitte April bis Anfang Juli) gebraucht . Ich spreche nicht russisch, habe aber versucht moeglichst viel unterwegs zu lernen.

Da ich fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht habe und daher Land und Leute klasse finde, habe ich wahrscheinlich eine rosarote Brille auf. Ich bitte das beim Lesen dieser Zeilen zu berücksichtigen.

Grenzübergaenge Weder bei der Ein- noch bei der Ausreise Probleme. Devisendeklaration (Geld usw. vor Einreise zaehlen) wurde bei der Ausreise nicht kontrolliert.

Keine Kontrolle beim Grenzuebergang zwischen Weisrußland und Rußland. Das Visum fuer Rußland gilt als Transitvisum fuer Weißrußland. Obwohl ich mich laenger als die erlaubten 3 tage in Belorussland aufgehalten habe, hatte ich keine Probleme.

Ich bin von Vladivostok nach Seattle (USA) geflogen. Das Aeroflot Ticket hat mich 580 US $, das Motorrad 2,5 US $ pro kg und etwa 100 US $ an Gebuehren gekostet (insgesamt habe ich fuer eine BMW R 1100 GS 750 US $ bezahlt). Das Motorrad wurde ausschliesslich nach Gewicht berechnet, die Groesse spielte keine Rolle.

Wichtig ist, dass das Gewicht der Gepaeckstuecke, die man im Flugzeug mitnimmt, keine Rolle spielt. Man kann 2 Gepaeckstuecke aufgeben, diese werden zwar gewogen doch es gibt keine Gewichtsgrenze, ab der bezahlt werden muss. Ich habe etwa 50 kg (beide Koffer und Campingausruestung - fest mit Koffer verzurrt) problemlos aufgeben koennen.

 

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Es gibt auch eine Schiffsverbindung nach Seattle. Der Transport des Motorrades haette mich ertwa 500 US $ gekostet. Die Fahrt dauer 20 Tage. Ob Passagiere mitfahren duerfen, konnte ich nicht mit absoluter Sicherheit klaren - wahrscheinlich ja, Preis unbekannt. Die Schiffe verkehren sehr selten (Ich habe keine genauen Angaben)

Die Ueberfahrt nach Japan kostet nach nicht ueberprueften Angaben von Motorradfahrern in Vladivosto etwa 500 US $ fuer ein Motorrad und eine Person.

Benzin Meine BMW R 1100 GS hat die 18.000 km (mit Umwegen) problemlos gemeistert und mit Murren (klappern) auch 76 Oktan Benzin geschluckt. Ich habe eine nutzbare Reichweite von 330 km (max. etwa 350). Der Benzinpreis schwankte zwischen 0,15 und 0,20 US $ pro Liter. Laut Angaben der Russen war es frueher problematischer Benzin zu erhalten. Ich sah viele Tankstellen im Bau, wahrscheinlich wird die Benzinversorgung noch besser.

Weißrußland An den Hauptstrecken habe ich immer 95 Oktan Benzin erhalten. An den Nebenstrecken ist die Benzinversorgung nicht immer gewaehrleistet - an den Hauptrouten tanken.

Rußland Bis zum Ural gilt dies auch fuer Russland. Weiter oestlich wird es dann schwieriger 95er zu bekommen. 92/93 Oktan Benzin war fast immer zu erhalten. Manchmal hatten 2 oder 3 Tankstellen in Folge kein hochwertiges 92/93 Benzin. Hinter Novosibirsk gibt es maximal noch in groesseren Staedten 95er sonst nur noch 92er bis Vladivostok.

Auf die Benzinversorgung im "Darien Gap" gehe ich gesondert ein.

Strassenzustand Grundsatzlich sind die Hauptstrecken asphaltiert. Auf den Nebenstrecken kann man bereits in Weißrußland auf tiefen Schotter und Sand stoßen. Die Wahrscheinlichkeit fuer Off-Road Einlagen auf Nebenstrassen steigert sich, um so weiter man nach Osten kommt. Wer in Cernysevsk auf die Bahn verlaedt und auf den Hauptstrecken bleibt, muß nur zwischen Kransnojarsk und Irkutsk mit etwa 150 km Schotter rechnen.

Auf den Hauptrouten fuhr ich zwischen 90 und 130 km/h. Extrem langsame Lastwagen, tiefe Schlagloecher, herumliegende Gegenstaende usw. zwingen zu hoechster Konzentration. Die Polizei ist allgegenwaertig und ihre Radarpistolen koennen ein gewaltiges Loch in die Reisekasse reißen. Hinter Ulan-Ude sind man kaum noch Uniformen zu sehen, die tauchen erst wieder auf, wenn man auf Asphalt kommt.

 

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Die Strecke bis Cernysevsk ist miner meinung nach auch mit einer Honda Goldwing zu fahren und meist langweilig (Ausnahme Ural, Baikalsee und einige kleinere Streckenabschnitte). Manchmal hatte ich eher das Gefuehl zu meditieren, als Motorrad zu fahren. Teilweise ging es hunderte von Kilometer nur geradeaus (Irbit - Novosibirsk). Wer bis Simanovsk mit der Bahn faehrt kann den Rest der Strecke dann wieder mit der Goldwing fahren.

Bestechung Bei mir lief alles sehr korrekt ab. Bei Verstoessen konnte ich mich herausgestikulieren und herausstottern. Faehren, Benzin usw. wurden immer korrekt abgerechnet oder ich habe den Betrug nicht bemerkt.

Kosten Ich habe etwa 600 DM im Monat ausgegeben. Uebernachtung meist im Zelt, manchmal wurde ich eingeladen (Gastgeschenke) und gelegentlich habe ich im Hotel uebernachtet.

Leute Unheimlich gastfreundlich und hilfsbereit je weiter amn in den Osten kommt. Anfangs distanziert im Westen, wenn das Eis jedoch gebrochen ist auch hier sehr freundlich. Wenn man bereits vorher Kontakte hatte (ich hatte eine Anzeige in einem russischen Motorradmagazin aufgegeben) wird man sehr freundlich empfangen und fuehlt sich innerhalb weniger Tage als Familienmitglied.

Darien Gap des Ostens Cita - Simanovsk Allgemeine Infos:

Ich fahre gerne Enduro, bin aber alles andere als ein Profi. Ich bitte dies bei der Auswertung dieser Zeilen zu beruecksichtigen.

Ob die Strecke machbar ist, haengt vor allem von den Witterungsbedinungen und dem Wasserstand der Fluesse ab. Bei laengerem Regen halte ich die Strecke fuer nicht befahrbar, bzw. nur fuer durchschiebbar. Ich hatte gutes Wetteer. Fuer mich war es die haerteste Tour, die ich bisher durchgestanden habe und ich habe schon einiges mitgemacht (Indien, Vietnam, Thailand usw) und Spass an "Schinder-Touren". Ich wuerde die Tour wieder machen (aber nicht alleine und nur mit einer leichten Enduro).

 

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I think this table is right - let me know if not - thanks, Grant

Strecke Cita - Cernysevsk

140 km Asphalt dann 120 km gute Naturstrasse, Schotter Cernysevsk - Magoca Strasse ist schwer zu finden.

Hinter Tankstelle im Osten von Cernysevsk nach etwa 3 km auf schmalen Schotterweg abbiegen(Weg erfragen)

90 km gute Naturstrasse (Schotter)
dann 270 km tiefer Matsch, Panzerspuren-Piste,

7 nennenswerte Flussdurchquerungen

(Baeche nicht mitgezaehlt)
Kein Benzin, Nahrungsmittelvorrat mitnehmen

Magoca

Benzin, Verpflegung, Uebernachtung

Magoca - Amazar

150 km gute Naturstrasse, Schotter

Amazar

Benzin, Verpflegung

Amazar - Erofey Pavlovic

10 km gute Naturstrasse, Lehm dann 60 km Panzerspuren-Piste,

Matschloecher,

Knueppeldaemme dann 50 km schlechte Naturstrasse, Lehm, Schotter

Erofey Pavlovic

Benzin, Verpflegung

Erofey Pavlovic - Urusa

90 km Panzerspuren-Piste, Matsch

Gratulation:

Jetzt habt ihr den Haertetest bestanden, Benzinversorgung nun problemlos

Urusa - Skorovodino

50 km gute Naturstrasse, Schotter, vor Tahtamygda muesst ihr mit einem Lkw einen Fluss
ueberqueren (4 US $) dann 60 km gute Naturstrasse, Schotter

Skorovodino

Uebernachtung, Verpflegung, Benzin

Skorovodino - Simanovsk

gute Naturstrasse, Schotter

 

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Anmerkungen:

Gelegentlich teilt sich die Route und es ist sehr schwer zu erkennen, wo eine fahrbare Strecke verlaeuft. Meistens blieb ich moeglichst nahe bei der Trasse der Transsibirischen Eisenbahn.

Ich bin nicht der erste, der die "Gap" ueberwunden hat. Die Witterung ist entscheident, ob es machbar ist. Die Strecke alleine zu fahren, ist leichtsinnig und ich wuerde es niemandem empfehlen.

Fuer weitere Infos kann man diese Homepage aufrufen: www.bikerboerse.de/erwin_thoma

Ich freue mich ueber jede mail.

Viel Spass, Erwin.

Story copyright © Erwin Thoma, 1999. All Rights Reserved.

 

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