August 15, 2002 GMT
Faszination Wueste

Auf dem Weg in den Joshua Tree mache ich Halt in Morongo Valley, wo ich Liliana und Emil Schmid treffe. Seit 17 Jahren touren die beiden Schweizer mit ihrem Toyota Landcruiser durch die Welt. Kennengelernt haben wir uns 1994 in Pakistan und nun bekam ich von ihnen in Los Angeles E-mail-Nachricht, dass sie derzeit ganz in der Naehe fuer ein paar Wochen ein Haus hueten. Anfaenglich wollten die beiden fuer ein Jahr aussteigen. Einmal draussen in der grossen, weiten Welt, wurden sie dann aber erst recht vom Reisevirus befallen und so sind sie noch heute unterwegs. Als ehemaliger Buchhalter fuehrt Emil noch immer ueber alles genau Buch und mit einem einzigen Mausklick bekommt man eine ganze Liste interessanter Zahlen. So haben die beiden auf ihrer bisher 17 Jahre dauernden Reise 552’559 Kilometer zurueckgelegt, dabei 134 verschiedenen Laender besucht, mussten 66 mal ein Visum beantragen und haben damit 7 Paesse gefuellt. Seit 1997 sind die beiden, unter die laengste Reise mit dem Auto, auch im Guinness Buch der Rekorde zu finden. Noch nie hat vor ihnen jemand soviele Laender mit dem gleichen Fahrzeug bereist, und es kommen noch immer mehr dazu, denn ein Ende der Reise ist fuer die beiden nicht absehbar.

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Die Temperaturen duerften nur knapp ueber dem Gefrierpunkt liegen. Schuld daran ist ein bissiger Wind aus Nordwest, welcher saemtliche Sonnenwaerme in sich verschluckt. Zielstrebig zieht sich das Asphaltband dem Horizont entgegen und die Kaelte laesst meine Finger in den duennen Sommerhandschuhen langsam klamm werden. Rechts und links erstreckt sich flach eine sandige Wueste, durchsetzt mit niederem, trockenem Buschwerk. Eine Augenweide sind die Joshuabaeume mit ihrer sonderbaren Form. Ihre Krone ist nicht ein sich immer wieder verzweigendes, wildes Durcheinander von Aesten und Zweigen, sondern sind es einzig ein paar dicke Hauptaeste, deren Ende, die letztjaehrigen, noch immer gruenen Trieben, mit ihren abstehenden stachelspitzigen Blaettern bilden, die deren einzigartigen Silhouetten zeichnen. Ich bin schon etwas ueberrascht, als ich den ersten Gratis-Zeltplatz ansteure und diesen trotz den winterlichen Temperaturen vollbelegt vorfinde. Mit ein Grund dafuer ist sicherlich das unmittelbar bevorstehende Wochenende, mit seinen arbeitsgestressten Erholungssuchenden. Mehrheitlich sind es aber die Kletterer, fuer die, der Joshua Tree Nationalpark im Winter zum Mekka wird, wo man Gleichgesinnte trifft und oft monatelang haengen bleibt. Die zahllosen riesigen Granitmonolithe in dieser Gegend bieten eine Vielfalt von Kletterouten in allen Schwierigkeitsgraden und die Temperaturen bewegen sich, im Vergleich mit anderen Staaten der USA, noch immer in den angenehmeren Bereichen. Betrachtet man ihre alten VW-Busse und verrosteten Pickups, fuehlt man sich zurueckversetzt in den Flower Power der 60er-Jahre, eine grosse verschworene Gemeinschaft. Die meisten von ihnen schlagen sich mit irgendwelchen Gelegenheitsjobs durchs Leben und wann immer das Geld fuer ein paar Wochen oder Monate reicht, haengen sie wieder irgendwo aus.

Seit ich vor 15 Jahren ein erstesmal in die Wueste gereist war, hat mich deren Faszination nie mehr losgelassen. Immer wieder hat es mich in diese grenzenlos scheinenden Einoeden zurueckgezogen, wo man noch die absolute Stille erfahren kann und wohl kein anderer Ort vermag mir mehr das Gefuehl von Freiheit und Ungebundensein vermitteln. Solange man nur durch die Wueste faehrt, mag es zutreffen, dass diese oede und leblos erscheint. Nimmt man sich aber die Zeit, innezuhalten, entdeckt man poetzlich, welche Vielfalt es hier gibt. Ein in sich geschlossenes Oekosystem, jedes Individum in seiner Art ein Ueberlebenskuenstler, ein eigenes kleines Wunder und wertvolle Lebensschule. Nur durch gegenseitges Geben und Nehmen hat man hier eine Chance zu ueberleben und man darf sich nicht gegen die Wueste stellen, sondern man muss bereit sein, sich ihr anzupassen.

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Immer auch wieder ein ganz besonderes Erlebnis, eine Wuestennacht unter dem klaren Himmelszelt, wo die Sterne zum Greifen nah und mir deren Anzahl um ein x-faches groesser erscheint, als anderswo auf dieser Welt.
Als kreisrunde Scheibe haengt der Vollmond am naechtlichen Himmel. Im hellen Mondschein erscheint die Wueste wie eine Maerchenlandschaft, silbern glaenzend. Geheimnisvoll und fremdartig die Silhouette eines Joshuabaumes und irgendwo in der Ferne ist das Heulen eines Koyoten zu vernehmen. Der Zauber einer Wuestennacht, trotz eisigen Temperaturen, ein unbezahlbares Gluecksgefuehl.
Kurz vor Needles treffe ich dann auf die vierspurige Interstate 40, welche mich wenig spaeter ueber den Colorado Fluss nach Arizona bringt. Beim ersten Exit fahre ich runter von der Interstate und folge den Wegweisern zur Route 66. Auf dieser legendaeren Strasse konnte man frueher quer durch ganz Amerika fahren, von Chicago bis nach Los Angeles. Doch diese Zeiten sind vorbei. Vielerorts musste die Route 66 einem vielspurigen Freeway weichen. In Arizona findet man noch eines der laengsten Teilstuecke der originalen Route 66, die Strecke zwischen Topock und Williams.
Die Geschichte der Route 66 in Arizona reicht zurueck bis zu den Handelspfaden der Indianer. Diesen ausgetretenen Wegen folgten spaeter die ersten weissen Siedler, auf ihrem Weg in den Westen, die ersten noch zu Fuss, dann mit Pferd und Wagen und schliesslich hielt auch hier das Autozeitalter Einzug. Der Weg wurde laufend den steigenden Beduerfnissen angepasst und wandelte sich so vom Fusspfad zum Karrweg und schliesslich in eine richtige Strasse. 1926 bekam diese, damals in Arizona noch ein Staub- und Schotterweg, offiziell die Route 66.
Nach der doch ziemlich geschaeftigen Interstate 40 komme ich mir nun fast etwas verlassen vor. Ich schlage ein gemaechliches Tempo an, um Zeit zu haben, die vorueberziehende Landschaft zu betrachten. Die Wueste sieht auch hier nicht anders aus, als jene gestern oder die von vorgestern. Doch fuer einen, in kleinen Dimensionen denkenden, Mitteleuropaeer wie mich, haben diese scheinbar endlosen Weiten immer wieder etwas beglueckendes in sich. Dann wieder tippt die Strasse in ein Trockenflussbett hinunter und fuehrt mich allmaehlich hinein in die Black Mountains. Im fruehen 20. Jahrhundert war Oatman ein lebhaftes Bergbauzentrum und spaeter auch wichtige Zwischenstation der Reisenden auf Route 66. Die Gegend hier galt einst als der goldreichste Bezirk Arizonas. Doch in den 30er-Jahren versiegten allmaehlich die Goldquellen, die letzte Mine wurde 1942 geschlossen und 1953 wurde die Linienfuehrung der Route 66 ueber Yucca verlegt. Oatman verkam in der Folge zu einer Geisterstadt. Erst mit dem Wiederaufleben der Route 66 und dem damit verbundenen Touristenstrom kam auch das Leben nach Oatman zurueck. Man rechnet heute mit jaehrlich etwa 500’000 Besuchern. Die Esel die frueher hart fuer ihr Fressen in den Minen arbeiten mussten, patroullieren heute die Hauptstrasse, posieren fuer Fotos und werden dafuer von den Touristen mit Karotten belohnt. Es kann auch passieren, dass man in Oatman, wie in seinen wilden Jahren damals, mitten in eine Schiesserei geraet. Solche Wildwestszenen dienen heute aber vorallem dem Unterhaltungswert fuer die Touristen. Ich schwinge mich schliesslich wieder in den Sattel meiner Yamaha und komme kurz vor Kingman wieder in eine flachegestreckte Welt.
Scheu zuengeln ein paar letzte Flaemmchen. Die Glut strahlt eine wohltuende Waerme aus, waehrend mir die Wuestennacht ihre Kaelte in den Ruecken drueckt. Absolute Stille umgibt mich und ueber mir, Milliarden von kleinen Lichtpunkten, die die Landschaft in ein sanftes Licht tauchen. Nicht anders mag es ein Reisender von hundert Jahren hier genau gleich erlebt haben. Doch mit der Romantik von heute duerfte es damals wenig gemein gehabt haben. Die Hoffnungen die man in das unbekannte Amerika gesetzt hatte, waren bis heute ein Traum geblieben. Wenn man Glueck hatte, konnte man eine zeitlang als Tagloehner sein Brot verdienen, dann wieder eine Zeit, wo man nicht wusste, wie es weitergehen sollte. Nun hatte man gehoert, von diesem vielversprechenden Land weiter im Westen, wo es fuer jedermann genuegend Land geben soll, fruchtbares Land. Also hatte man sich wieder auf die Reise begeben, eine Reise voller Strapazen und Entbehrungen. Die Essensvorraete waren knapp bemessen, der Durst ein staendiger Begleiter und dazu noch immer dieses Ungewisse von morgen. Man konnte sich ja nicht mal sicher sei, ob man es am Ende ueberhaupt schaffen wuerde, denn die Wueste war unverzeihlich. Jede Fehlentscheidung konnte das Ende bedeuten und der Weg fuehrte immer auch wieder durch Indianerland.
In Williams kommt meine Reise auf der Route 66 an ein Ende. Eine Ansammlung alter Gebaeude bildet das Zentrum dieses kleinen Staedchens, welches im nationalen Register fuer geschichtswuerdige Orte aufgefuehrt ist.

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Der Grand Canyon ist einer jener Orte, wo ich mit hohen Erwartungen angereist kam und dann uebertrifft die Realitaet selbst meine kuehnsten Vorstellungen. Was fuer ein grossartiger Ort! Da stoert mich nicht mal mehr der nie zu versiegen scheinende Strom von Touristen. Fuenf Millionen schaetzt man deren Zahl pro Jahr. Immer wieder lasse ich meinen Blick ueber diese fantastischen Canyonwelt schweifen, mit seiner Vielfalt an Formen und Farben. Es gibt wohl keinen grossartigeren Kuenstler, als die Natur selbst. Geologen glauben, dass die Erosion sechs Millionen Jahre gebraucht hat, um diese Meisterstueck der Bildhauerei zu schaffen. Das Ganze wirkt noch eindruecklicher, wenn in den fruehen Morgen- und Abendstunden die Natur ihr spektakulaeres Licht-Schattenspiel auffuehrt. Der Canyon ist knapp 450 Kilometer lang, erstreckt sich von Lees Ferry bis Grand Wash Cliffs. In den verschiedenen Gesteinschichten finden Geologen Geschichte, die bis 1’800 Millionen Jahre zurueckgeht.
Die Hopi Indianer, die im Gebiet oestlich vom Grand Canyon siedeln, glauben, dass ihre Vorfahren einst aus dem Canyon auftauchten und noch heute ihr Geist darin ruht.
Ein im Zickzack verlaufender, steiniger Tramelpfad fuehrt mich allmaehlich hinunter in den Canyon, mit tollen Ausblicken und jeder Menge anderer Touristen. Die morgendliche Kuehle ist schnell verflogen, die Luft heizt sich auf, wie in einem Backofen. Unterwegs komme ich beim Indian Garden vorbei, eine kleine Oase, in der sonst so lebensfeindlich scheinenden, trockenen Umgebung. Lebendig sprudelt ein Baechlein dem Colorado River entgegen, die Aspen zeigen erstes fruehlingsgruen und die Redbuds-Straeucher strahlen in ihrem rosavioletten Bluetenkleid. Nach drei Stunden bin ich unten am Plateau Point, geniesse den Ausblick auf den Colorado River, der noch immer so unendlich weit entfernt scheint.

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Der ryhtmische Vierertakt meiner Yamaha durchschneidet die Stille der Wueste, in der sich nichts zu regen scheint und ich komme mir vor wie Peter Fonda oder Dennis Hopper im Film Easy Rider, die auf einsamer Landstrasse dem weiten blauen Horizont entgegen steuern. Ich komme gerade aus dem Monument Valley, eine Landschaft, wie man sie aus zahllosen Wildwestfilmen kennt, eine lachsfarbene Halbwueste mit Tafelbergen und nadelfoermigen Felsmonumenten. Mein naechstes Ziel ist Utah’s Grand Circle. Unterwegs begegne ich ein paar Cowboys, die Rinder in einen Lastwagen verladen. "Die Tiere werden sich freuen", erzaehlt mir Ron, welcher, zusammen mit seinem Bruder Edward, die knapp 1000 km2 grosse Farm betreibt. "Die Rinder wurden auf eine Farm in Colorado verkauft und dort werden sie saftiges Gruen vorfinden." Jeff, einer ihrer Angestellten, indianischer Abstammung, arbeitet schon 42 Jahre auf dieser Ranch und mit steht mit seinen 76 Jahren noch immer voll im Cowboyalltag.
In den 50er-Jahren war Moab ein boomendes Zentrum der umliegenden Uranium-Minen, heute sind es die Touristen, die diesen ziemlich freakigen Ort und Mekka fuer Mountainbiker und Offroader, am Leben erhalten. Problemlos kann man sich hier fuer Wochen, wenn nicht Monate auf verwegenen Pisten und Pfaden austoben und bekommt dabei nicht nur fahrerisch hochstehendes geboten, sondern auch landschaftlich voll auf seine Kosten.

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Lohnenswert sicherlich von hier aus auch ein Abstecher in den Arches Nationalpark. Die ganz speziellen Landschaftsformen, auf die man in diesem Nationalpark trifft, werden einem unterirdischen Salzbett zugeschrieben, welches stellenweise mehrere tausend Meter dick sein soll. Dieses blieb zurueck, als die Gegend vor etwa 300 Millionen Jahren von einem Meer ueberflutet wurde, welches schliesslich wieder verdunstete. Unter grossem Druck ist Salz verformbar und so wurden Felsschichten zu Kuppeln und Waenden aufgetuermt, andere sackten ab in Hohlraeume. Dazu kam die Erosin von Wind, Wasser und extremen Temperaturen, die ebenfalls ihren Teil zur Gestaltung dieser einzigartigen Landschaft beigetragen hat; senkrecht in den Himmel ragende Sandsteinwaende, balancierende Felsbloecke, zerfressene Monolithe und nadelfoermige Tuerme. In erster Linie sind es aber die natuerlichen Felsboegen und -bruecken, genannt Arches, die das Interesse der Besucher auf sich ziehen. Ueber 2000 Arches wurden in diesem Nationalpark inventarisiert.
Welch ein fantastischer Anblick, einer dieser Momente, die sich unausloeschlich ins Album der Erinnerungen eintragen, als ich nach einem fast stuendigen Aufstieg, laengst erwartet und doch ueberraschend, vor der Delicate Arch stehe, die perfekt geformt und einsam am Rande eines Canyon ruht und die weiss gepuderte El Sal Bergkette ueberblickt.

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Als ich ein paar Tage spaeter, oben auf dem Colorado Plateau, im Canyonland Nationalpark stehe, liegt zu meinen Fuessen landschaftlich eine ganz andere Welt. Immer wieder lasse ich meinen Blick ueber ein etwa 400 Meter tiefer gelegenes, weites, von der Erosin zerfressenes und zernarbtes Plateau schweifen. Dunkle Schatten vorueberziehender Wolkenschiffe segeln langsam darueber hinweg. Nochmals ein paar hundert Meter tiefer schlaengelt sich traege der Green River, durch seine, von ihm selber geschaffene, wild zerkueftete Schlucht und in der ferne sind ein paar Tafelberge auszumachen.

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Kurz vor Green River trifft die 191 auf die Interstate 70 und nur wenige Kilometer spaeter wechsle ich auf die fast verkehrslose 24, die mich durch eine halbwuestenaehnliche Landschaft, mit steifem und kratzigem Buschwerk, wieder nach Sueden fuehrt. Durch den Capitol Reef Nationalpark begleitet mich ein Stueck weit der Fermont Fluss. Ploetzlich gibts wieder gruen in der Landschaft, welch ein Kontrast zum Braunrot der aufragenden Felswaende. Als ich bei Torrey auf die 12 nach Sueden ueberwechsle, fuehrt mich diese hinauf in die bewaldete Aquarius Hochebene und bringt mich ueber Boulder und Escalante in den Bryce Canyon Nationalpark.
Der Bryce Canyon ist in dem Sinne keine Schlucht, sondern der oestliche Abbruch der Paunsaguat Hochebene. Hier hat die Erosion eine fantastische Maerchenwelt entstehen lassen. Tausende detailiert geschaffener, feiner Felssaeulen, sogenannte Hoodoos, jede in einer individuellen Form geschnitzt. Ein Spaziergang in den Canyon, ist wie eine Reise durch eine Maerchenwelt. Man braucht nicht viel Fantasie und man entdeckt Schloesser und Burgen oder trifft auf Schneewittchen mit ihren sieben Zwergen, die Bremer Stadtmusikanten, Ali Baba und seine ganze Raeuberschar, die Simpsons und viele mehr. Die Paiutes Indianer, die einst in dieser Gegend heimisch waren, glaubten, dass es sich bei diesen Hoodoos um Menschen handle, die von erbosten Goettern zu Stein verwandelt wurden.

Posted by Bruno Blum at 07:55 PM GMT
Von Spielsucht, Giganten und Flower Power

Es ist schon ein sonderbares Gefuehl in Las Vegas anzukommen. Da fliegt man durch eine endlos scheinende, monotone Landschaft und ploetzlich wie aus dem Nichts, eine Fantasielandschaft, wie aus einer Maerchenwelt entstanden.

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Wahnsinnsgrosse Spielcasinos mit Schnoerkeleien und Neonleuchten wollen dich glauben lassen, dass dir als naechstes das Spielglueck lacht und mit der noch besseren Show oder verrueckteren Darbietung versucht man sich gegenseitig die Kundschaft abzuwerben. All die prunken Megacasinos erstrecken sich entlang eines etwa fuenf Kilometer langen Abschnitt des Las Vegas Boulevard, besser bekannt als The Strip. Knapp 34 Mio. Besucher kamen 1999 nach Las Vegas, blieben durchschnittlich 3,7 Naechte und jeder mit einem Spielbudget von 559 US-Dollar.
Betrachtet man all diese Wahnsinnscasinos, jedes von ihnen stellt eine eigene kleine Traumwelt dar, weiss man sofort, wer hier die wirklichen Gewinner sind. Es waere also illusorisch zu glauben, ich koennte hier meine Reisekasse aufbessern. Doch ich denke die Stadt ist es wert, ein paar Tage zu verweilen, sich treiben zu lassen durch diese verrueckte Welt des Spiels, einzutauchen in die Hektik und das Geklimper in den Spielhoellen.
In Vegas trifft man aber nicht nur auf Glanz und Glimmer, sondern begegnet man hier immer auch wieder schraegen Gestalten. Nicht wenige von ihnen, sind Opfer ihrer eigenen Spielsucht geworden. Ploetzlich steckt man mitten drin in diesem Strom der Spiels, man verliert den Halt und wird immer weiter mit in die Tiefe gerissen. Ist es dieses typisch menschliche Bestreben nach immer mehr, welches die Menschen in diese Spielsucht treibt?

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Zufaellig ist in Vegas, im Casino The Venetian, die von der Guggenheim Stiftung ins Leben gerufene Ausstellung The Art of the Motorcycle zu sehen. Ich leiste mir das fuenfzehn Dollar teure Vernuegen und bin im Nachhinein voll begeistert, trotzdem ich ueberhaupt kein Technikfreak bin. Die Technik ist dann auch nur ein Teil des Ganzen. Nebst dem wird die Kunst Motorrad im Design und seiner Form gesehen, aber auch in deren kulturellen und geschichtlichen Bedeutung erlaeutert. Die Entwicklung der Motorrades widerspiegelt ein Zusammenspiel zwischen Technik und Kultur. Ueber die Jahre hat sich das Motorrad vom billigen Transport- und Fortbewegungsmittel zu einem luxerioesen Freizeitvergnuegen entwickelt und ist zu einem Symbol der Freiheit geworden.
Ueber 130 verschiedene Toeffs sind ausgestellt und wiedergeben in chronologischer Abfolge die ganze Geschichte und Entwicklung des Motorrades. Jede dieser Maschinen stellt in irgendeiner Form einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung und der Geschichte des Toeffs dar.

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Ein kalter Wuestenwind pfeift mir seine Melodie um die Ohren und macht alle Versuche der Sonne, den Tag etwas zu ewaermen, zunichte. Genuesslich blubbert die Yamaha in ihrem Vierertakt und waehrend die Landschaft vorueberschwirrld, lehne ich zurueck und reise durch meine Gedankenwelt.
Heute morgen habe ich den Rummel in Las Vegas hinter mir gelassen und bin wieder in die Stille und den Frieden der Wueste eingetaucht. Um mich herum, soweit das Auge reicht, braune Huegel, durchsetzt mit niederem Buschwerk, der Himmel blau und wolkenlos. In den Straeuchern neben der Strasse, hat sich der Abfall, den die Autofahrer aus den Fenstern geschmissen haben, verfangen. Ganz selten komme ich durch eines dieser leblosen Wuestensiedlungen. Kurz nach Shoshone bringt mich die Route 178 ueber den Salsberry Pass und fuehrt dann hinunter ins Death Valley. Das eigentliche Death Valley oder zu gut deutsch Tal des Todes, erstreckt sich groesstenteils unter dem Meeresspiegel. Ausser Sand, Stein und gelegentlich niederem Bueschwerk scheint es hier weiter nichts zu geben. Auf beiden Seiten wird dieses 10 bis 25 Kilometer breite Tal von schroffen Bergketten begleitet. Waehrend hier im Sommer die Hitze unertraeglich sein muss, der Rekordwert liegt bei 56°C, herrschen im Winter angenehme, zuweilen gar kuehle Temperaturen. Es gibt wohl keine auch noch so unwirtliche Gegend auf diesem Planeten, wo der Mensch, allen Unannehmlichkeiten zum Trotz, sich niederliess. Oft lag der Grund dafuer, bei irgendwelchen Bodenschaetzen, die einen schnellen Reichtum versprachen. Nicht anders trifft man auch im Death Valley, auf die Ueberbleibsel einstiger Gluecksritter. Die Ashford Mill Ruinen sind ein Beispiel dafuer. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hier das Gold aus dem Steinmaterial, welches aus der etwa zehn Kilometer entfernten Golden Treasure Miene herausgebrochen worden war, ausgewaschen. Alles was geblieben ist, sind ein paar Mauerreste und Teil des Waschkanals. Wenig spaeter erreiche ich Badwater, mit -86 Metern, der tiefst gelegene Punkt im Death Valley und zugleich auch tiefst gelegener Ort in der gesamten westlichen Hemisphaere. Ausser einer hoelzernen Tafel, mit der Aufschrift Badwater, 280 Fuss/ 85 m unter dem Meeresspiegel und einem kleinen Tuempel, dessen Wasser einen hoeheren Salzgehalt aufweist, als dieser eines Meeres, gibt es hier weiter aber nichts. Die 40 bis 100 mm Niederschlag, die das Tal jaehrlich abbekommt, werden hier gefangen und sammeln sich zu einem kleinen See. Doch die ewige Sonne, laesst diesen jeweils schnell wieder in sich zusammenschrumpfen. Zurueck bleibt ein weisser Salzteppich. Nebst Monotonie findet man im Death Valley aber auch tiefe Canyons, schroff gezeichnete Bergketten, vom Wind geschaffene Sandduenen oder das Kornfeld des Teufels.
Ueber den Emigrant Pass fuehrt mich die Strasse dann wieder hinaus aus dem Death Valley und in Ridgecrest wechsle ich auf die Route 178 und fahre nach Lake Isabella und durchs Kerntal nach Bakersfield. Ploetzlich bin ich wieder umgeben von gruenen Wiesen. Welche Wohltat nach der grau-brauenen Eintoenigkeit der letzten Wochen. Ich kann mich kaum satt sehen, an dem leuchtenden Fruehlingsgruen, den Fruchtplantagen in voller Bluete. Man erlebt Farben in der Natur wohl nie intensiver, als wenn man direkt aus der Wueste kommt. In Bakersfield reihe ich mich dann wieder in den mehrspurigen Verkehrsstrom nach Norden ein. Willkommen, zurueck in der Zivilisation.

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Ich mache einen Abstecher in den Sequoia Nationalpark in der kalifornischen Sierra Nevada. Ein ganz besonders eindruecklicher Moment, dem groessten Lebewesen dieses Planeten gegenueberzustehen. Der General Sherman Baum, der groesste Gigant unter den Sequoiabaeumen; 84 Meter streckt er sich in die Hoehe, hat einen Stammdurchmesser von 11,1 Metern und sein Alter wird auf 2300 - 2500 Jahre geschaetzt. Es gibt zwar Baumarten die hoeher wachsen, dicker und aelter werden, doch ihrem nahezu konischen Stamm wegen, sind die Sequoias unschlagbar, was die Gesamtholzmasse anbelangt. Beim General Sherman Baum wird diese auf knapp 1500 m3 geschaetzt. Nimmt man sich die Zeit einen Moment innezuhalten und dem Wispern in den Baumkronen zu lauschen, hoert man, wie sie sich fluesternd unterhalten und sie erzaehlen dir Geschichten, die tausende Jahre alt sind.
Auf dem Zeltplatz im Sequoia lerne ich ein paar Studenten aus Los Angeles kennen, unter ihnen auch Peter und Tim. Die beiden wurden kuerzlich von einer nationalen Fernsehstation fuer ihre unaufgeraeumteste Wohnung in der gesamten USA ausgezeichnet und bekammen dafuer 10’000 Dollar. Ich habe mir ihre Wohnung dann mal im Internet angeschaut und tatsaechlich, da scheint schon oefter mal eine Bombe eingeschlagen zu haben.

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Die Naechte im Sequoia koennen in dieser Jahreszeit noch immer winterlich kalt werden und ich bin dankbar, dass es auf der Weiterfahrt wieder Richtung Tal geht. Nicht nur die Temperaturen werden nun wieder waermer, sondern zeigt sich mir ueberall Fruehlingserwachen, Blumen in den zartesten Farben und frisches Gruen in den Baeumen verzaubern meine Sinne und zurueck im Central Valley, spuert man bereits den Sommer. Die 41 bringt mich dann gleich wieder hinauf in die Sierra Nevada, ins Yosemite Valley.
Vor etwa 4000 Jahren liessen sich hier die ersten Indianer nieder, Vorfahren, der noch heute hier lebenden Southern Miwok. Die Southern Miwok nannten das Yosemitetal Ahwahnee, was uebersetzt soviel heisst wie, Tal das aussieht, wie ein weit offenes Maul und bezeichneten sich selbst als Ahwahneechee, Bewohner von Ahwahnee. Die Ahwahneechee Indianer lebten in ihrem Paradies, im Einklang mit der Natur und ihr einziger Kontakt zur Aussenwelt, ergab sich beim Handel mit anderen Indianerstaemmen. Als dann aber Mitte des 19. Jahrhunderts Gold gefunden wurde und in der Folge immer mehr Weisse in die Gegend kamen, begann ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Ahwahneechee.
Ich sitze, angelehnt an eine dickborkige Sequoia, am Rande einer Waldlichtung. Als wollte er moeglichst lange im Tal verweilen, zieht traege der Merced River vorueber, schlaengelt sich immer wieder weit ausholend durch Wiesen und Waelder, vorbei an steil in den Himmel ragender Granitwaende und in der Ferne ist das Donnern eines Wasserfalles zu vernehmen. Ein impressiver Anblick und Herausforderung fuer jeden Bergsteiger, ist die ueber tausend Meter hohe, senkrechte Wand von El Capitan und als das wohl herausragendste Landmark im Yosemite gilt sicherlich der kuppelfoermige Berg Half Dom. Nach einer Legende der Ahwahneechee soll sich dabei um das versteinerte Gesicht einer Frau handeln. Vor langer Zeit kamen einmal zwei Reisende in das Tal, Tissiak und ihr Ehemann Tokoyee. Die beiden gerieten in eine Meinungsverschiedenheit. Er wurde dabei so zornig, dass er anfing, sie zu schlagen. Sie gab ihm daraufhin mit dem Korb, den sie bei sich hatte, zurueck. Als sie sich so gegenueber standen, wurden sie fuer ihre Boesartigkeiten bestraft, und in Stein verwandelt. Der Acorn Dom (Korb Dom) liegt umgekippt auf der Seite und das versteinerte Gesicht von Tissiak (Half Dom) zeichnet ihre letzte Traene.
Der Yosemite ist ein, bei den Amerikanern ein sehr beliebter Nationalpark und dementsprechend ueberlaufen kann der Ort sein. Im Jahr 2001 besuchten nicht weniger als 3,5 Millionen Menschen diesen Nationalpark. Der Grossteil von ihnen aber kommt waehrend der Sommermonate oder an Wochenenden. In der restlichen Zeit des Jahres ist es auch hier ruhiger und man kommt durchaus dazu, diese Idylle in Ruhe zu geniessen. Die Probleme, die der hohe Besucherstrom mit sich bringt, sind vielfaeltig, wie Smog und Verkehrsstaus im Sommer, plattgetrampelte Uferboeschungen und Wiesen oder nicht zuletzt auch das "Baer-Problem". Nicht die im Yosemite Nationalpark vorkommenden Schwarzbaeren sind das eigentliche Problem, sondern Touristen, welche Esswaren nicht richtig wegpacken, obwohl ueberall im Park baerensichere Container zur Verstauung von Esswaren aufgestellt wurden. Baeren lernen schnell und sind intelligent genug zu merken, wo sie am einfachsten zu ihrem Fressen kommen. Einmal sein Essen aus einem Auto geholt oder aus einen Rucksack gepluendert, laesst sie es dann immer wieder versuchen und es gibt kaum eine Moeglichkeit, sie wieder davon abzubringen. Man konnte sogar feststellen, dass Baeren ihre Gewohnheiten aenderten, statt tagsueber auf Nahrungssuche zu gehen, schlichen sie nachts durch Zeltplaetze oder brachen in Autos ein, andere suchten tagsueber Picknickplaetze auf oder welche, die gelernt hatten, den Rucksackwanderer zu bestehlen, konnte man auch schon mal in ueber 2500 m Hoehe beobachten, was nicht ihrem Lebensraum entspricht und wo es kaum natuerliche Nahrung fuer sie gibt. In den vergangenen Jahren haben Baeren auf der Suche nach Konservendosen, Muesli, Fruechten und dergleichen allein im Yosemite jaehrlich durchschnittliche Schaeden an aufgebrochenen Autos, Zelten, etc. von US-Dollar 650’000 verursacht. Viele diese Baeren verlieren mit der Zeit jegliche Furcht vor dem Menschen und koennen zuweilen ziemlich aggressiv werden und so kommt es immer wieder vor, dass Baeren geschossen werden muessen.

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Auf einer Laenge von 1280 Metern ueberspannt die Golden Gate Bruecke den Eingang vom Pazifischen Ozean in die San Francisco Bay. Das letzte Sonnenlicht des Tages bringt diese imposante Stahlkonstruktion richtiggehend zum Gluehen, dahinter zeichnet sich die Skyline von San Francisco ab. Fuer mich ist San Francisco eine der sehenswerteren Staedte. Die Strassen von San Francisco, wie man sie kennt, aus dem gleichnamigen Fernsehkrimi, sind ein ewiges auf und ab, Strassenbahnen ueberfuellt mit Menschen, die ganze Stadt ist uebersichtlich und farbig, nebst geschaeftigem Vierteln findet man verschlafene Wickel. Man trifft hier auch auf alle moeglich Rassen und Nationalitaeten von Menschen, ein buntes Voelkergemisch, das den Eindruck erweckt, als kaeme hier die ganze Welt zusammen. In keiner anderen Stadt ausserhalb Asiens gibt es einen vergleichbar hohen Anteil an Menschen asiatischer Herkunft. San Francisco war auch schon immer eine Stadt der Rebellen, ein Ort der Andersdenker, Idealisten und Weltverbesserer. Ist sie heute ein Mekka der Lesben und Schwulen, war sie den 60er Jahren die Hauptstadt des Flower Powers. In San Francisco wohne ich auf der oestlichen Bayseite, in Berkeley. Nina und Bob, meine Gastgeber passen genau in dieses Bild. Beide sind einstige Blumenkinder, alt gewordene Hippies.
Die beiden wohnen in einem pinkfarbenen Haus, die grellen, mexikanischen Farbtoene in der Kueche sollen Ausdruck von Lebensfreude sein und das Rot und Gelb im Wohnzimmer, die Farben des Buddhismus, sollen eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit vermitteln. Nebst ihren beiden Katzen Wispher und Sidney, wohnt auch noch Naomi, ein Untermieterin im Haus. Kinder hatten sie nie eigene, dafuer haetten sie frueher ihr Haus immer mit Jugendlichen, in einer Art Wohngemeinschaft, geteilt. Bob arbeitet als Bauingenieur fuer die Kalifornische Universitaet und Nina, praktizierende Buddhistin, bietet therapeutische Behandlungen an. Was genau sie macht, sei nur schwer zu erklaeren. Das ganze sei eine fernoestliche Heilpraktik, ein komplexes Zusammenspiel von koerperlicher und geistiger Methoden. Ein Suche nach dem Kern des Koerpers, um die Bewegungen und Wellen zu spueren, die das Unwohlsein, die Krankheit verursachen. Die ganze Therapie soll im Koerper des Patienten eine Dynamik entwickeln, die in zu einer inneren Ruhe fuehrt und ihm ein Gefuehl gibt, sich in einem Garten voller Liebe und Geheimnisse zu bewegen.

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Posted by Bruno Blum at 07:58 PM GMT
 


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